3. Tag Caerlaverock Castle und Sweetheart Abbey

Heute haben wir unser Frühstück in Ruhe genossen. Dann haben wir uns gerüstet und sind zum Caerlaverock Castle gefahren. Die Anfahrt war eigentlich schon Abenteuer genug. Erst durch etliche Straßen von Dumfries gefahren, um dann die bis jetzt löchrigste Straße seit langem zu fahren. Was für Schlaglöcher, fast schon „Ausgrabungen“.

Da liegt ja die um 1270 gebaute Burg. Die einzige dreieckige Wasserburg in Schottland. Sie ist komplett von einem wassergefüllten Graben umgeben, wurde nicht auf einem Felsen errichtet.

Die ursprüngliche Burg wurde ca. 200 m südlich von der heutigen Burg gebaut. Dort im Sumpfgebiet finden sich noch ein paar Mauerreste.

Leider war nicht alles zugänglich, es wird renoviert. Trotzdem hat es uns dort sehr gut gefallen, auch der Weg zu den Überresten der ersten Burg war sehr schön.

Danach konnten wir unter den schönen Bäumen bei herrlichstem Wetter noch einen Kaffee und ein Eis genießen.

Dann sind wir wieder die löchrige Straße zurückgefahren, um in Dumfries wieder über den Fluß zu kommen und die nächste Straße zur Sweetheart Abbey zu nehmen.

Aber welche Enttäuschung. Alles abgesperrt, die Abbey ist zur Zeit nicht verkehrssicher und muß restauriert werden. Schade, eine sehr schöne Ruine.Ein Zisterzienserkloster von 1273, das im Jahr 1624 aufgelöst wurde. Gestiftet wurde das Kloster von Dervorguilla de Balliol zur Erinnerung an ihren Ehemann John de Balliol, auf dessen hier einbalsamiertes Herz der Name der Abtei zurückgeht.

Auf dem Parkplatz davor gibt es ziemlich abenteuerliche Blechtoiletten und mit unangenehmen Gerüchen. Nicht schön. Davor wiederum parkte das mobile Postoffice. Sehr interessant.

Danach waren wir müde und es war uns warm. Vor allem den Hunden hat die Wärme nicht so gut gefallen. Wir haben dann unsere Unternehmungen für diesen Tag beendet, um den Jungs nicht noch mehr zuzumuten.

Ein kurzer Abstecher beim schottischen Aldi, hat uns zu einem Grillvergnügen heute Abend gebracht. Allerdings mußten wir vorher noch eine kleine organisatorische Leistung erbringen. Hier ist Bank Holiday Wochenende, d. h. es gibt keine, wirklich keine Campingplätze zu buchen in den nächsten Tagen. Oh je, nun hab ich tatsächlich mal nicht vorgebucht, schon gelackmeiert. Mit ein bißchen Geschick und Glück sind wir vor dem „irgendwo wild parken“ wohl verschont geblieben. Wir können noch zwei Nächte hier auf dem Platz bleiben, davon eine Nacht ohne Strom. Aber das klappt schon.

Man muß flexibel bleiben.

In diesem Sinne, allen später eine gute Nacht

2. Tag Gretna Green und Dumfries, 1. Mai 2024

Oh, oh, das Buffett gestern Abend hat aber für dicke Bäuche und Müdigkeit gesorgt. Lecker war alles und gibt es ja auch nicht jeden Tag. Wir haben es genossen, hatten einen schönen Fensterplatz.

In unserer Luxuskabine haben wir es uns dann mit den beiden Jungs gemütlich gemacht. Schön in Ruhe ein Buch zu lesen hat auch was.

Lasse hat die Treppen zum Gassiörtchen super gemeistert. Ist halt ein richtiger Ironman.

Die Nacht war kurz. Klaus dachte er sollte mal um 6 Uhr duschen,obwohl……. In Großbritannien war es ja erst 5 Uhr. Aber Frühstück gab es ab 7 Uhr deutscher Zeit. Ach, was für ein Durcheinander. Hatten die Uhren sich schon umgestellt oder nicht? Keine Ahnung, wir hatten ja kein Internet. Ach, egal. Wir gehen frühstücken. Auch das Frühstück war sehr gut, allerdings haben wir auf die Berge , wirkliche Berge, Speck, Bratkartoffeln und Bohnen und Würstchen verzichtet. Nach der Schlemmerei gestern Abend, ging das gar nicht.

Um 9.15 Uhr schottischer Zeit konnten wir die Fähre verlassen, haben aber mit der wiederholten Passkontrolle bis 10 Uhr gebraucht, bis wir das Hafengelände verlassen konnten.

Der Einstieg in unsere richtige Richtung war etwas holperig, aber irgendwann haben wir den Weg Richtung Gretna Green gefunden. Dort ist es allerdings doch sehr in die Jahre gekommen, der Glanz der früheren Tage ist wohl erloschen. Wir sind einfach durchgefahren. Zuvor noch in England eine Haltestelle gesucht, damit der arme Pelle sich lösen konnte. Lasse hat das ganz cool auf Rasenteppich an Bord erledigt. Auf der Suche nach einer geeigneten Lösungsstelle, haben wir noch einen wunderschönen Ort durchfahren , very british.

Also, endlich Schottland. Gretna Green, nicht so dolle. Aber die Zufahrt auf Dumfries gefiel uns schon sehr gut. Der Weg zu unserem vorbestellten Campingplatz war gut zu finden. Ein sehr freundlicher Empfang im Newbridge Country Park. Alles relativ neu hier, wir hatten freie Platzwahl und haben uns gleich einen mit Aussicht genommen. Der Platzwart kam auch noch, mußte die Jungs tüchtig klappen und sprach einwandfreies Deutsch, weil er in Bielefeld stationiert war und dann auch noch 16 Jahre in Deutschland gearbeitet hat. Nach dem netten Pläuschchen haben wir beschlossen, heute nichts mehr zu unternehmen. Der Bus hätte uns sicher in die Stadt gebracht, aber zurück wäre uns zu spät geworden. Deshalb haben wir die wunderbare Sonne genossen und sind mit den Jungs den frisch gemähten Weg um den Fluß rum gegangen. Mehrere Bänke zum Verweilen stehen an dem schönen Weg.Einfach nur herrlich.

Ein schnelles warmes Abendbrot und jetzt wird es auch draußen frisch. Zeit ins Wohnmobil zum gemütlichen Teil überzugehen. Der Tag war ja doch ziemlich lang, siehe oben.

Mal sehen, was der Tag morgen hier in Dumfries so bringt.

Allen später eine gute Nacht.

1. Tag , 30.4.2024 Ijmuiden

Endlich geht es los. 9.50 Uhr alles verstaut, die Hunde versorgt, mit Lasse Halbjahresgeburtstag gefeiert, Hunde angeschnallt. Nochmal alles im Kopf Revue passieren lassen. Alles dabei??? We hope so.

Ab auf die Autobahn Richtung Amsterdam. Nachdem wir die deutsche Autobahn verlassen haben, geht es weiter mit 100 kmh. Das ist ganz entspannt. Um Amsterdam rum wird es natürlich insgesamt wuseliger, aber mein Fahrer meistert es bravourös.

Um kurz vor 13.30 Uhr haben wir das Naherholungsgebiet Ijmuiden erreicht.

Jetzt können die Jungs sich erleichtern, denn für den Rest des Tages und der Nacht, geht nur noch 6. Etage Kunstrasen.

Mittlerweile kennen wir uns ja schon ganz gut aus und haben alles parat für die Kontrollen. Buchung, Pässe und Impfausweise der Hunde werden kontrolliert. Ich muß die Chips auslesen. Dann geht es zum englischen Schalter dort noch einmal die Pässe zeigen und schon geht es auf die Wartespur. Boarding in ca. 5 Minuten. Huch, das geht jetzt aber schnell. Mit mehreren Wohnmobilen kommen wir als erstes an Bord.

Jetzt noch einmal alle Gedanken beieinander, denn später kommen wir nicht mehr ans Womo. Im Rucksack alles drin für die Nacht? Wir denken schon. Rucksäcke, Hunde und Bordkarte alles dabei. Das Womo steht in der 4. Etage, dort sind auch die Menschen/Hundekabinen. Nahebei.

Die Kabine klein wie immer.

Die Jungs bekommen erst einmal jeder eine Schüssel Wasser. Dann gehen wir schauen, wo die Hundetoilette ist. Oh je, 2 Treppen hoch. Das wird eine Herausforderung für unseren Lasse werden. Zur Not muß das Herrchen ihm helfen.

Wir gehen in die 7. Etage dort gibt es einen Starbucks. Erfrischung für uns und schon ein erstes Mal Urlaubsfeeling. Noch 2 Stunden bis zum Ablegen und 2 1/2 Stunden bis zum Abendbuffett.

Langsam füllt sich das Schiff.

Für jetzt erstmal alles. Vielleicht melde ich mich später noch einmal oder dann morgen.

Schon mal für alle einen schönen Abend und später eine gute Nacht

Dieses Bild geht nicht zu löschen. Ich weiß nicht wie. Da muß ich wohl noch einmal zu Hause um Hilfe bitten.

13. Tag Abfahrt aus England und wieder zu Hause 22. September 2023

Und wieder einmal stimmte der Wetterbericht. Heute Nacht hat es mächtig geregnet, aber in unserer Yurte war es nicht unangenehm. Der Ofen hatte alles schön kuschelig warm gemacht und den Rest brachten die beiden Wärmflaschen. Mangels komfortabler Sitzgelegenheiten, sind wir einfach früh ins Bett gegangen, Die Jungs fanden es auch total in Ordnung.

In den frühen Morgenstunden hörte der Regen auf und beim Gang zum Plumpsklo

konnte man einen sehr prächtigen Sternenhimmel bewundern. Wir sind dann einfach aufgeblieben und haben in Ruhe den Rest eingepackt und noch ein kleines Frühstück genossen.

Dann haben wir uns auf den Weg nach Dover gemacht. Die letzten 21 Meilen in England liefen gut und der Himmel bot uns einen wunderschönen Sonnenaufgang, wunderschöne Wolkenspiele und dunstige Wiesen.

Noch einen Blick auf die Kreidefelsen, huch verfahren! Kein Grund zur Panik, dann drehen wir einfach um. Haben ja genug Zeit. Jetzt ging es aber auch schnell zum Fähranleger. Eigentlich viel zu früh. Aber wir hatten großes Glück, wir durften schon um 8.25 Uhr auf die Fähre.

Somit waren wir um 11.15 Uhr unserer Zeit in Calais. Hier regnete es Hunde und Katzen. Bäh, kein schönes Willkommen europäisches Festland. Dieses Mal versuchen wir eine andere Route um in die Heimat zu kommen. Wir fahren über Brügge nach Zeeland und dann weiter in den Niederlanden immer gerade durch. So konnten wir ein ganzes Stück Belgien insbesondere Antwerpen umgehen.

Wir haben dann noch eine großzügige Pause eingelegt. Danach liefen die letzten 290 km wieder super. Nach insgesamt 11 Stunden Fahrtzeit und einer Stunde Pause sind wir heil wieder zu Hause angekommen.

Wir hatten eine wunderschöne Zeit in den Yorkshire Dales mit all unseren Abenteuern groß und klein.

Wir freuen uns jetzt, wieder zu Hause zu sein und unsere Kinder und Enkel wieder zu sehen.

Wir sind stolz auf unsere beiden Felljungs oder besser -opis. Der Lasse hat diese Reise wunderbar mitgemacht, wir hatten das Gefühl, er wird immer jünger, dabei geht er jetzt wirklich mit großen Schritten auf die 13 zu. Ein toller Hund und Kumpel. Pelle ist ja ohnehin der, der von allen Engländern geliebt wird und hat es auch wieder sehr genossen. Beautiful dogs.

Danke sag ich an meinen lieben Mann, der mich (und mein Auto) durch jede englische Straße und jeden der unzähligen englischen Kreisel sicher gefahren hat. Manchmal hat er auch ein bißchen mit mir gegrollt, wenn ich nicht schnell genug navigiert habe. Aber das durfte er auch, er hatte ja auch eine große Verantwortung am Steuer.

Nun sag ich bye bye bis zum nächsten Abenteuer, wann immer das sein mag.

Euch allen später eine gute Nacht

12. Tag Richtung Süden 450 km bis Canterbury 21. September

Oh je, heute morgen mußten wir früh aus den Federn und das bei 8 Grad. Da ist warmes Duschen ein willkommener Tagesanfang.

Nach dem Duschen schnell gefrühstückt, die letzten Sachen ins Auto gepackt und um 8.15 Uhr ging es los Richtung Süden.

Heute war es richtig gut zu fahren. Um London herum ist es ja immer etwas ungemütlicher. Lustigerweise haben wir wieder an der selben Servicestation Rast gemacht, wie auf der Hinfahrt. Hier kann man alles bekommen, was das Herz begehrt, verschiedene Salate, Obstmischungen, frisches Brot und,und und….. Schnell was für den kleinen Snack gekauft und wieder raus. So gerne läßt man ja nicht das vollgepackte Auto alleine rumstehen.Nach der Gassipause und dem kleinen Snack geht es weiter.

Oh ne, was für eine gediegene Auffahrt in der Baustelle. Wo geht es jetzt hin? Nee, der dicke LKW quetscht uns gleich zu Mus. Schnell links rum. Oh nein, falsche Richtung. Was für ein Glück, das wir viel Zeit haben. Dann fahren wir eben ein Stückchen zurück. Egal.

Die nächste Herausforderung wartet ja noch auf uns. Die Anfahrtbeschreibungen, die man immer von den Vermietern bekommt, sind dermaßen schwierig, dass man am Liebsten direkt nach Hause fahren würde. Aber auch dieses Mal wieder viel heiße Luft. Lief mit Navi und Google wie geschmiert.

Zack und da liegt der Bauernhof mit unserer Yurte. Ganz wunderbar am Waldrand gelegen.

Heute Nacht gibt es keine Luxus Heizdecke. Heute Nacht gibt es Wärmflasche und Plumpsklo.

Und morgen früh geht es gaaanz früh los, damit wir unsere Fähre bekommen, denn morgen Abend wollen wir irgendwann zu Hause ankommen.

Euch später eine gute Nacht……….

11.Tag Knaresborough 20. September 2023

Letzte Nacht hat das Zelt sich aber gegen den Sturm gewehrt. Die Nacht war schwer unruhig. Aber alles ist stehen geblieben.

Heute Vormittag war ziemliches Wetter. Es hat sehr viel geregnet und gestürmt. Eigentlich ideales Wetter zum Packen und Aufräumen, obwohl, so viel ist es ja nicht. Wir reisen ja mit kleinem Gepäck.

Vorgenommen hatten wir uns für zum Abschluß noch die kleine 15.000 Einwohner zählende im Zentrum von Nidderdale liegende Marktstadt. Dieses kleine Städtchen hat Waldlandschaft, den Fluß Nidd, eine Schloßruine und viele kleine skurrile Geschäfte. Hier kann man sich wirklich gut die Zeit vertreiben und vielleicht auf dem Markplatz einen Tee oder Kaffee zu sich nehmen.

Übrigens wollten wir eigentlich auf der Hinfahrt wieder umkehren, weil es wieder so stark angefangen hat zu regnen. Aber wir dachten, schauen wir mal. Und als wir einen guten Parkplatz gefunden haben, schien doch tatsächlich die Sonne. Wieder einmal alles richtig gemacht.

Auf dem Rückweg sind wir wieder bei unserem Lieblingsgeschäft eingekehrt. Die haben immer so herrliche fertig gebratene Hähnchen. Damit ist unsere Abendverpflegung auch gesichert.

Heute Abend kam noch die Managerin und hat uns verabschiedet. Es war wirklich ein super toller und netter Aufenthalt hier. Diese Anlage ist wirklich zu empfehlen.

Jetzt werden wir es uns noch ein bißchen gemütlich machen vor dem Ofen und morgen früh geht es früh aus den Federn. Der Süden Englands ruft. Eine Abenteueretappe haben wir noch vor uns.

Euch allen später eine gute Nacht……..

10. Tag Thirsk, World of James Heriot 19. September 2023

Heute morgen war das Wetter in Yorkshire sehr kaputt. Es hat mächtig geschüttet und dann kam auch noch starker Wind dazu. Und es gab einen schönen Regenbogen.

Wir haben uns dann gegen Mittag in das 12 Meilen entfernte Thirsk begeben. Dort fanden wir auch schnell einen geeigneten Parkplatz mit Schatten (die Sonne kam ab und zu mal durch), der sehr nah an dem Museum lag, das wir heute endlich besuchen wollten. Da mußten die Jungs dann mal im Auto bleiben.

The World of James Heriot. Der Doktor und das liebe Vieh im Original und im Filmstudio.

Das Museum ist in dem Originalhaus in Thirsk in dem James Alfred Wight alias James Heriot gewohnt und gearbeitet hat.

Ich werde nicht sehr viel darüber schreiben, lasse lieber die Bilder für sich sprechen. Auf jeden Fall ein wunderbares Museum.

Danach haben wir die Hunde aus dem Auto geholt und sind zur St. Mary’s Church gegangen. Hier haben so ziemlich alle Kirchen geöffnet. Diese hatte alle Türen auf und vor dem Eingang stand eine große Schüssel mit Wasser für die Hunde. Ich bin dann rein, dort lag auch eine Beschreibung in deutscher Sprache. Es kam ein junger Mann in kurzer Hose und Hemd mit Kollar (Priesterkragen) auf mich zu und sagte, die Hunde dürfen gerne reinkommen. Äh, wie bitte? Hab ich das richtig verstanden?Ja, doch die Hunde sind in der Kirche herzlich willkommen und wir könnten uns gerne einen Kaffee oder Tee bei den Damen holen, die dort eine Art Basar hatten. Wir waren schier überwältigt von so viel Freundlichkeit. Und die Jungs haben sich natürlich vorbildlich benommen.

Danach noch ein kurzer Gang über den Marktplatz. Sehr nettes Städtchen.

Findet man auch nicht so häufig

Nach so viel schönen Erlebnissen hatten wir noch Lust auf eine Abbey. 10 Meilen entfernt in wunderschöner Landschaft steht die Ruine der Byland Abbey aus dem 12. Jahrhundert. Hier haben wir uns nur kurz aufgehalten, weil der nächste Regen sich ankündigte und der Hunger sich meldete.

Bei unserem Zelt auf Zeit empfing uns wieder ein Regenbogen. Morgen ist schon unser letzter Tag in Yorkshire. Mal sehen, was uns da noch einfällt.

Euch später eine gute Nacht……

9. Tag Fountains Abbey 18. September 2023

Na, heute Vormittag war das Wetter ganz schön kaputt. Ziemlich heftiger Regen ließ uns doch wankelmütig werden, ob wir zur 10 Meilen entfernten Fountains Abbey fahren sollten oder doch lieber einen Museumsbesuch machen.

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ausgerüstet mit Regenjacken und unseren schon bekannten Capes haben wir uns auf den Weg gemacht. Selbst auf der Anfahrt zweifelten wir noch, ob das eine gute Idee ist.

Ach, was solls. Capes an und los geht es. Bei den netten Damen am Eingang für je 9 Pfund Eintrittskarten gekauft und dann ging doch direkt die Herzerei mit den Doggies los. Jeder bekam ein g a n z e s Päckchen Leckerlis. Na, hier kommen wir doch gerne, fanden die Jungs. Einen Lageplan mit deutscher Beschreibung gab es noch obendrauf und los ging es. Nach den ersten Schritten wurde der Regen immer weniger und hörte dann ganz auf. Und ich verrate es schon mal, später schien auch noch die Sonne. Also, richtige Entscheidung.

Nach ein bißchen Gehen sieht man schon die ersten Steine der Abbey durch das Laub schimmern. Nun müssen wir ein ganzes Stück bergab gehen und…… da liegt sie, die Abbey, eine Ruine eines Zisterzeinserklosters und heute Teil einer großen Parkanlage. Das Kloster wurde 1132 gegründet und bestand bis 1539. Sie ist eine der größten und besterhaltenen Zisterzienseranlagen in England.

Die Ruinen wurden in die Parkanlagen des Studley Royal Water Garden integriert, gemeinsam gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das nur als knappe Beschreibung. Die Bilder sagen bestimmt einiges aus.

Wir hatten einen tollen Tag mit den Hunden dort in dem Park und hätten auch noch den angrenzenden Wildpark mit durchwandern können. Aber wir wollen ja nicht übertreiben.

Schnell noch eine kleine Stärkung dort im Restaurant und dann zurück nach Ripon in unseren geliebten Supermarkt. Dort kaufen wir uns für das Abendbrot ein und fahren dann zufrieden, hungrig und müde zu unserem Zelt zurück.

Nach unserem Abendbrot regnet es wieder und es stürmt auch ziemlich. Das sieht nach frühem Zubettgehen (mit Heizdecke) aus.

Morgen soll es den ganzen Tag regnen. Da wird wohl dann endlich der Museumsbesuch anstehen.

Euch allen später eine gute Nacht…….

8. Tag Rundfahrt durch die Yorkshire Dales 17. September 2023

Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück haben wir uns auf eine Rundfahrt durch die Dales gemacht. Es gab nur ungefähre Ziele, so daß wir doch das eine oder andere Mal sehr überrascht waren.

Unsere erste Etappe ging in das 22 Meilen entfernte West Burton. Das uns dort so ein wunderschöner Wasserfall erwartet, hätten wir nicht gedacht.

Sogar zwei Ladys beim Baden erlebt

Das hat uns direkt zu einer kleinen Wanderung durch die Dales veranlaßt. Wunderschön war es über die Schafweiden zu wandern. Allerdings mußte ich doch so den einen oder anderen Spot ertragen, weil die Überstiege auf den Weiden sehr schmal waren. Aber gekonnt ist gekonnt. Auch Lasse hat sie toll gemeistert.

Als wir im Ort wieder angekommen sind, sind wir noch im The Fox and Hounds eingekehrt. Jeder bekam einen Pot Tea und ein Nana Pat’s. Leckeres Früchtebrot mit einem speziellen Käse aus der Gegend. Sehr sehr lecker.

Unser Weg führte uns jetzt mitten durch die Dales – die Berge hier sind bis zu 700 Meter hoch – nach Kettlewell (13 Meilen).

Von hier aus weiter nach Grassington. Eine entzückende kleine Stadt, aber aussteigen wollten wir nicht. Hier fand heute irgendeine Art von Volksfest statt und das Städtchen war gerammelt voll. (7,2 Meilen).

Also weiter nach Pateley Bridge. (10 Meilen) . Sehr nett hier, hier sollten wir vielleicht auch noch mal herfahren, allerdings dann, wenn nicht gerade ein Verkehrsstau ist, weil r i e s i g e Kirmesfahrzeuge sich durch die doch enge Hauptverkehrsstraße zwängen. Anscheinend ist hier nächstes Wochenende ein Volksfest.

Zum Abschluß geben wir uns richtig die Kante.14 Meilen nach West Tanfield zu unserem Zelt. Diese 14 Meilen führten durch sehr, wirklich sehr, kleine und schmale Straßen. Richtig durch Einsamkeit und Enge. Wir hatten Glück, es gab wenig Gegenverkehr.

Resumee unser Rundfahrt. Eine traumhafte Landschaft, nein viele traumhafte Landschaften. Von einem Dale zum anderen, Moore mit Schafen am Straßenrand und noch blühender Heide, Felsen, Wasserfälle und Flüsse. Alles war dabei. Kein Foto kann diese wahnsinnigen Eindrücke je wieder geben. Versucht habe ich es. Aber den wesentlichen Anteil nehmen wir in unseren Herzen mit nach Hause.

Mit einer kleinen Wanderung an „unserem“ River Ure zum ortsansässigen Pub The Bull Inn beschließen wir den Tag. Das Essen war nicht so herausragend, aber dafür hatten wir den schönen Abendspaziergang.

Wir wünschen euch später eine gute Nacht………