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Schottland 2026

19. Tag, 11. September 2026

Von Newcastle  nach Ijmuiden und dann nach Hause

Gestern Abend haben wir es uns gut gehen lassen und ein bißchen das Buffet auf der Fähre geräubert. Wir haben tatsächlich unseren netten Zimmernachbarn aus Nairn auf der Fähre getroffen  und haben nett zusammen zu Abend gegessen.

Die Überfahrt  war ein bißchen schaukelig, aber wir haben es gut überstanden.

Um 9.45 Uhr hat die Fähre in Ijmuiden angelegt. Es hat dann noch eine 3/4 Stunde gedauert, bis wir sie verlassen hatten und durch den Zoll waren.

Das Wetter ist nicht so gut. Aber im Laufe der Fahrt wurde es besser.

Ein nicht so gut aufgestellter Zeitgenosse hätte uns dann fast noch ins Jenseits befördert.  Was für ein Glück, dass unser Auto sehr gute Bremsen hat.

Die Fellkinder haben die Reise gut überstanden und sind wirklich tolle Fährhunde. So brav haben sie ihre Geschäfte auf der Fähre gemacht.

Nun sind wir dann nach 300km heil zu Hause angekommen und freuen uns, heute Abend mit unseren Kindern und Enkeln essen zu gehen.

Schottland 2026

18. Tag, 10. September 26, von Dunfermline nach Newcastle upon Tyne

Eine unruhige Nacht gehabt. Reisefieber? Wahrscheinlich.

Nach einem frühen Frühstück , die Fellkinder waren wieder dabei und haben wieder einmal keine Sausage bekommen, haben wir das Auto gepackt und haben uns auf den Weg Richtung England gemacht.

Einen unfreiwilligen Zwischenstop mußten wir einlegen, weil das Auto mit seinem Reifendruck nicht einverstanden war. Wir hatten schon Angst einen Platten zu haben. Aber war alles ok. War wohl nur ein bißchen kalt heute Nacht.

Noch einen Stop zum schnellen Pipi machen und wir konnten auch etwas snacken.

Weiter ging es. Wir haben gar nicht gemerkt, dass wir Schottland verlassen hatten und bereits in England waren.

Schnell die Route geändert und mit den Fellkindern einen Strand angesteuert.  Etliche poops konnten erledigt werden und für Greta gab es noch Kumpel zum Toben und Rennen. Herrlich.

Jetzt waren es nur noch 15 km bis Newcastle. Die waren schnell abgefahren.

Aber wieviele Kreisel müssen wir bitte passieren,  um bei der Fähre anzukommen???? Das war wieder schlimm.

Aber geschafft. Und ruck zuck ging es schon an Bord. Jetzt hoffen wir auf eine ruhige Überfahrt.

Morgen hat es uns dann hoffentlich die Heimat wieder.

Schottland 2026

17. Tag, 9. September 2026

Von Banchory nach Dunfermline

Nach dem Frühstück und etlicher Knuddler für die Hunde machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Stop.

Dunfermline ist das Ziel.

Die Landschaft verändert sich kontinuierlich.  Einige kleine Castles lassen wir einfach mal an der Seite liegen. Alle können wir nicht besuchen.

Aber einen Stop machen wir spontan in Feddercairn. Ein sehr interessanter Ort mit einer Destillerie.  Dort springt Klaus schnell rein und bringt einen 12 Jahre alten Whisky mit.

Weiter geht die Fahrt unserem Zielort entgegen.

In Dundee fahren wir zur neugestaltete Uferpromenade mit dem schottischen Designmuseum, das architektonisch dem Klippenmuster angepaßt ist.

Direkt daneben liegt das berühmte Forschungsschiff mit dem Captain Scott zur Antarktis aufgebrochen war.

Auf der Promenade machen wir dann noch kurz eine Mittagspause, bis wir den Rest unserer Tagesreise antreten.

In Dunfermline angekommen fahren wir zur Abbey. Sehr imposantes Gebäude bzw. Ruine.

8 schottische Könige haben hier ihre Ruhestätte gefunden. U. a. Robert the Bruce. Nach Iona wohl die wichtigste königliche Begräbnisstätte.

In dem Dunfermline Palace ist König Charles der I. geboren.

So, jetzt haben wir eigentlich genug alte Steine geguckt. Und auch sind wir für heute mit dem Straßenverkehr und den vielen Kreiseln fertig.

Im Hotel Garvock House werden wir nett empfangen. Vor allen Dingen die Hunde.

Unser Zimmer ist im Erdgeschoß, was für Pelle schön ist. Muß er heute keine Treppen mehr laufen. Für uns ist es nicht ganz so schön, aber altehrwürdig mit wohl 200 Jahren auf dem Buckel. Die Zimmer mit Hund sind manchmal doch etwas gewöhnungsbedürftig. Schade nach dem guten Eindruck von Banchory und unserer letzten Nacht in Schottland.

Mal schauen, was wir heute Abend zu essen bekommen.

Euch einen schönen Abend und später eine gute Nacht. Morgen geht es zur Fähre.

Schottland 2026

16. Tag, 8. September,  Wasserfall, Castle, Großstadt

Nach dem gemütlichen Frühstück geht es wieder los.

Erster Stop am Falls of Feugh. Da fällt der Dee bzw. der Feugh über Felsen . Im Frühjahr und Herbst kann man hier Lachse springen sehen. Wir waren wohl zu früh.

Nach dem kurzen Stop ging es weiter zum Castel Crathes .

Ein nettes kleines Castle mit wunderschönen Gärten. Wir teilen uns wieder auf. Klaus nimmt die Gärten und ich gehe ins Schloß. Very old alles hier. Und sehr steile Wendeltreppen. Es ging nämlich immer den Turm rauf.

Aber es hat sich gelohnt.  Das Horn of Leys ist ein Geschenk von Robert the Bruce.

Der Tag ist noch jung. Was machen wir? Caingorms Nationalpark oder doch nach Aberdeen?

Wir entscheiden uns für Aberdeen.  Drittgrößte Stadt Schottlands. Ca. 230.000 Einwohner.

Wir sind echt angetan. Schon die Einfahrt führt uns durch hübsche Wohngegenden und die Innenstadt macht einen sehr guten Eindruck.

Nach dem wir die Innenstadt durchquert haben, erreichen wir Footdee, genannt Fittie“, das im 18. Jahrhundert von John Smith (der auch am Bau von Balmoral beteiligt war) erbaute Fischerdorf am Hafen.

Leider ist die Individualität durch Mülligkeit ersetzt worden. Könnte sonst wirklich ganz entzückend sein.

Jetzt sind wir auch kaputt, genug Eindrücke gesammelt.

Morgen geht es zu unserer letzten Station.

Euch einen schönen Abend und später eine gute Nacht

Schottland 2026

15. Tag, 7. September

Alte Steine anschauen

Heute morgen durften die Fellkinder mit zum Frühstück.  Den beiden wurde ein Würstchen angeboten, was wir aber mit Blick auf unseren Teppichboden im Hotelzimmer abgelehnt haben. Gebratene Würstchen sind unsere beiden Süßen nicht gewöhnt.

Danach haben wir uns ein bißchen Zeit gelassen, Nagelpflege usw.  muß auch mal sein.

Als alles wieder schick war,  sind wir Richtung Stonehaven gefahren. Landschaftlich wieder eine sehr schöne Strecke. Wir sind dann noch 3 Meilen über Stonehaven hinaus zum Dunnottar Castle gefahren.

Das auf einem 160 Fuß hohen Felsen gelegene und von drei Seiten von der Nordsee umgebene Castle hat eine 1000jährige Geschichte und hat für einige Zeit die schottischen Kronjuwelen beherbergt.

Das ist ein Besuch, der nachwirkt. So imposant.

Im Anschluss sind wir nach Stonehaven an die Beach gefahren. Da sollte es einen leckeren Fischimbiss geben. Na, mit dem Lecker lassen wir mal unkommentiert stehen. Auf jeden Fall sehr heiß. Zunge verbrannt.

Wir sind dann zum örtlichen COOP gefahren. Abendessen einkaufen. Heute Abend blieb die Küche kalt.

Die nette Lady an der Kasse fragte uns, wo wir herkommen. Sie warf die Arme hoch und hieß uns willkommen. Wir haben uns dann noch nett unterhalten.  So nett.

Auf dem Weg zum Hotel sind wir noch beim Drum Castle vorbei gefahren. Leider konnten wir es nur von außen besichtigen.  Da es um 16 Uhr geschlossen wurde.

Aber auch von außen ist es total nett.

Später allen eine gute Nacht

Schottland 2026

14. Tag, 6. September Von Nairn nach Banchory

Heute morgen haben wir nach dem Frühstück das Auto gepackt und haben uns auf den Weg nach Banchory gemacht.

Banchory ist unser vorletzter Stop. Hier bleiben wir drei Nächte.

Aber zunächst ist der Weg das Ziel. Da wir viel Zeit haben, nutzen wir sie auch, um noch einiges anzuschauen.

Den Anfang macht Brodie Castle. Sehr lustig. Hier waren wir schon 2017. Hatten wir vergessen.

Danach halten wir bei der Elgin Cathedral.

Eine sehr schöne Ruine.

Weiter geht die Fahrt. Und zack sind wir auf der Whisky Route. Da gibt es doch einige, die wir 2017 nicht besucht haben.

Strathisla Distillery ist unsere erste Staion. Diese Distillery gehört zu Chivers Brothers.  Da kann man schon mal 2.500 £ für eine Flasche ausgeben. Sehr schönes Gebäude.

Nächste Station Glenfiddich. Interessantes Gebäude. Keine Menschenseele weit und breit, aber die Tür war auf. Da hab ich doch schon mal schnell ein paar Fotos gemacht.

Währenddessen hat Klaus gegenüber dem Huntly Castle einen Besuch abgestattet.

Weiter geht es. Sehr schöne Landschaften begleiten uns auf unserem Weg. Unzählige Schafe. Noch nicht abgeerntete Gerstenfelder, hunderte Strohballen, die vom schottischen Wind getrocknet werden, bis sie aufgeladen werden und ihrer Bestimmung zugeführt werden.

Dann hält uns ein netter Schotte auf der Straße an und sagt uns, dass da vorne eine Kuh auf der Straße ist. Ja, nee keine Kuh. Ein ausgewachsener Bulle. Er wollte augenscheinlich zu seinem Harem.

Das sah gar nicht gut aus. Es kam dann der Bauer mit dem Auto und einer Peitsche. Er war aber durchaus auch vorsichtig. Der Bulle lief direkt auf uns zu. Gott sei Dank konnten wir an ihm vorbeifahren. Puh, alles gut gegangen.

Dann wollten wir ein nett beschriebenes Cafè aufsuchen, dass in einem alten Herrenhaus untergebracht ist. Leider stellte es sich als Niete heraus .

Nett waren die Dampfmaschinen, die an uns vorbeifuhren.

Dann noch unbeschadet die letzten Meilen zurückgelegt und unser Hotel Banchory Lodge am  Fluß Dee bezogen.

Sehr alt ehrwürdig. Ca. 200 Jahre alt.

Nun haben wir für heute genug gesehen,  mal schauen, was der Tag morgen mit sich bringt.

Euch allen später eine gute Nacht.

18. Und letzter Tag

Das Buffet an Bord war wieder sehr gut. Jeder konnte das Passende für sich finden. In 90 Minuten muß man dann aber auch durch sein, dann ist „Schichtwechsel“.

Aber das war gestern auch gut so, denn es schaukelt schon ganz schön. Zwischendurch konnte man auf dem Weg zum Buffet schon mal die Richtung verlieren.

An sich hatten wir eine zwar etwas schaukelige aber ruhige Nacht. Die Jungs haben brav geschlafen und ich dank einer Übelkeitstablette auch.

oh, schon 6.50 Uhr MEZ. Jetzt schnell raus aus der Koje, frisch machen und anziehen. Die Jungs müssen ausgelüftet werden. Was für brave Jungs. Sie haben doch tatsächlich beide ihr großes Geschäft im Hundeklo erledigt.

Dann können wir in Ruhe zum Frühstücken gehen.

Um 9.30 Uhr dürfen wir zu unserem Womo. Das war nett, aber letztendlich haben wir das Schiff und die Paßkontrolle erst um 11 Uhr hinter uns gelassen. Das hat sehr lange gedauert.

Die Fahrt war unspektakulär, bis wir ab Osnabrück-Lotte bis fast nach Bissendorf Stau hatten. Der Hunger wollte uns auf einen Autohof schicken, a b e r die Ausfahrt war gesperrt wegen eines Unfalls. Also nächste Ausfahrt runter, ein Plätzchen gesucht. Einmal die Hunde auslüften und trinken lassen und wir haben die Reste unseres Proviants gegessen. Geht auch, Hauptsache was essen.

Endlich um 16 Uhr zu Hause.

Welch ein schöner Empfang. Meine Rosen blühen zur Begrüßung. Unsere älteste Tochter ruft an und lädt uns zum Kuchen ein. Das machen wir gerne. Schnell holen wir vorher noch das Lieschen ab. Sie hat auch schon auf uns gewartet.

Schön ist es auch die Kinder und Enkelkinder wiederzusehen ❤️

So, das war eine schöne Reise nach Schottland und England. Wir haben viel gesehen und viel erlebt, viele nette Menschen kennengelernt. Wir kommen gerne wieder.🇬🇧🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿

Froh sind wir, dass unser Lasse so gut durchgehalten hat. Ein tapferer Bursche.

[Übrigens. Ravioli aus der Dose geht gar nicht. Das war vielleicht zu Studentenzeiten eine Mahlzeit, heutzutage aber ein no go. Wobei Lasse gerne probiert hätte. Aber wir waren zu faul zum Kochen an dem Abend.]

Klaus hat uns wieder perfekt durch den Linksverkehr gebracht, toll dass er es so gut kann. Und die kleine Wohndose hat auch alles brav gemeistert und steht jetzt zum Aufräumen bereit.

Vielen Dank für euer Mitlesen und bis bald.

Euch allen ein schönes Pfingstfest

17. Tag Abreise aus Dunstan Hill und Abreise aus Großbritannien 😪

Der Abschied fällt uns schwer. Hier auf dem Campingplatz haben wir uns sehr wohlgefühlt. Wieder einmal waren wir die einzigen Deutschen unter Briten. Wir haben in den 3 Tagen hier viele nette Menschen kennengelernt und mußten fleißig englisch sprechen.

Noch geht es einige Meilen durch die kleineren Straßen mit der schönen Landschaft, doch dann auf die A1 bis kurz vor Newcastle.

Wir halten wieder, wie vor 7 Jahren, beim Outlet ein paar hundert Meter vor der Fähre. Früh, sehr früh sind wir hier. 12.15 Uhr. Aber eine Kauflust kommt hier nicht auf, steht auch viel leer. Einkehren können wir auch nicht, weil die Jungs nicht mit rein dürfen. Für draußen sitzen ist es zu kalt. Es weht ein eisiger Nordwind.

Ok, dann gehen wir zum Womo zurück und plündern den Kühlschrank. Geht auch.

Dann fahren wir die paar Meter zur Fähre. Auch zu früh. Aber dann geht es los. Passkontrolle, Bei den Hunden den Chip auslesen. Geht alles im Sitzen. Dann weiter zum „Filzen“. Was genau sie bei uns allen zu finden hoffen, wissen wir nicht. Aber da unsere Jungs das ganze Womo belegen, kann die nette Zöllnerin auch nicht rein. Sie muß drüber wegschauen. Begeistert war sie, dass wir ein TV an Bord haben. Sie war echt süß.

Dann wieder warten und warten. Heute hat es echt lang gedauert, bis die Wohnmobile an Bord durften. Auf der entgegengesetzten Seite von unserer Kabine stehen wir auch.

Was soll’s. Die Kabine und Hundeklo alles wie gehabt.

Da hier MEZ Zeit an Bord ist, müssen bzw. dürfen wir gleich zum Essen gehen.

Wieder einmal hoffe ich auf eine ruhige See, die Kotzbüttel neben der Tür sprechen eine andere Sprache.

Dies sind nun unsere letzten Stunden in England.

Euch einen schönen Restabend und u n s allen eine gute und ruhige Nacht

16. Tag Warkworth Castle und Craster (und ein zorniges ich)

Heute wollten wir noch eine Burg besichtigen und ein kleines Fischerdorf. Allerdings sind wir erst später losgekommen als geplant. Lasse ging es nicht so gut, so haben wir ihm noch ein bißchen Zeit gelassen, um sich wieder zu fangen. So war es dann auch und wir konnten uns auf den Weg machen.

Unser Weg führte uns bei schönstem Wetter ins 12 Meilen entfernte Warkworth Castle. Es ist urkundlich das erste Mal im 12. Jahrhundert erwähnt. Vermutlich geht die Geschichte aber bis ins 8. Jahrhundert zurück. Mit soviel Geschichte will ich aber den Block hier nicht füllen, eines ist klar die Burgruine liegt ganz wunderschön. Zur einen Seite Landwirtschaft mit Feldern und Schafen und zur anderen Seite der Fluß Coquet, der dann an der 1 km entfernten Nordostküste Englands in die Nordsee mündet.

Die Ruine ist wirklich prächtig. Man kann hier viel treppauf und treppab laufen, hat immer wieder neue Räume und neue Ansichten. Ein paar haben Lasse Pelle und ich mitgemacht, aber nicht alle. Wir wollten uns nicht total verausgaben.

Noch einen kleinen Abstecher nach Amble. Das ist ein etwas modernerer Ort am Ende des Flusses.

Hallo, kann man sooo liegen?? Pelle läßt sich immer neue Verrenkungen während der Fahrt einfallen.

Jetzt machen wir uns auf die Rückfahrt. Wir wollen noch in Craster Station machen. Aber das wird ein wenig zum Hindernislauf. Wo ist der richtige Parkplatz für uns? Erstmal suchen. Ok, gefunden. Parkautomat, auch gefunden. Ok, keine Kartenzahlung. Irgendwas stimmt mit dem Teil nicht. Bargeld will es haben. Na gut, die letzten Pfund rauskramen und in den Schlund des Parkautomaten werden.

Gut, dann den Weg, den alle gehen und siehe da, herrlich das Meer und es duftet nach geräucherten Heringen. Hier ist nämlich weit und breit das einzige Dorf, wo es geräucherte Heringe gibt.Oh, da der Pub sieht gut aus, mit Tischen auf der Terrasse am Meer.Wir schauen uns die Karte an, ich will drin etwas bestellen. Pech gehabt, es gibt erst um 17 Uhr wieder etwas zu essen. Ich komme aus dem Pub ……und…… dichter Nebel. Nichts mit Fotos vom schönen blauen Meer in der Sonne und einem leckeren Essen.

Dann jetzt aber schnell zum The Kipper Shop. Das ist nämlich das einzige Geschäft, das die geräucherten Heringe verkauft. Wir haben schnell welche ergattert.

Jetzt marschieren wir den Weg zurück zum Womo. Ich bin sauer, alles was ich mir ausgedacht hatte, hat nicht geklappt. Na ja, wer weiß wozu es gut ist. Vielleicht hätte ich mir mit den Muscheln den Magen verdorben?! Man muß es dann so nehmen wie es ist.

Wir fahren zurück zu unserem Platz und werden jetzt gleich unsere wunderbar geräucherten Heringe essen.

Seht ihr den Rauch aufsteigen, der sich mit dem Seenebel vermischt?Das riecht so lecker nach den geräucherten Heringen

Dann wird gepackt. Morgen kommt die letzte Etappe zur Fähre.

Euch einen schönen Restabend und später eine gute Nacht

15. Tag Bamburgh Castle und Seahouses Harbour

Das Wetter weiß nicht so genau, was es will. Erst war ja Dauerregen für heute angesagt, das ist ja nicht eingetreten, dafür ist es aber heute ziemlich neblig und diesig.

Wir machen uns auf den Weg, die Küste zu erforschen. Unser Weg führt uns zum Bamburgh Castle.

Die Straßen dorthin sind recht idyllisch, aber auch manchmal ein bißchen eng. Vor allem, wenn einem der riesige Linienbus an der schmalsten Stelle entgegenkommt. Überall am Straßenrand gibt es kleine Buchten an denen Autos parken, die Leute dazu, sind zum Strand gegangen. Das ist einfach phantastisch.

Nach 11 Meilen haben wir unser Ziel erreicht. Da liegt es das Castle, hoch auf einem Felsen an der Steilküste. Das Castle hat eine Geschichte, die weit zurück reicht. Ursprünglich soll es eine keltisch bretonische Festung gewesen sein. Im 17. Jahrhundert verfiel das Schloss uaufgrund finanzieller Schwierigkeiten. Schließlich wurde es 1894 von dem Industriellen William Armstrong gekauft, der dann die Restaurierung abschloss. Das Schloss gehört immer noch der Familie Armstrong. Und was soll ich euch sagen, Lady Armstrong habe ich heute kennengelernt. Sie sprach mich auf meine Wanderstöcke an, die fand sie so toll. Erst war ich etwas irritiert, so typisch deutsch dachte ich, was will sie von dir??? Wieso spricht sie dich auf die Stöcke an? Wir haben uns erstmal als Deutsche geoutet und dass sie doch bitte langsamer sprechen soll. Und dann sind wir total nett ins Gespräch gekommen. Eine reizende Lady und sie hat sich wirklich nur für meine Stöcke interessiert, hat noch ein Foto davon gemacht und dann sind wir nett auseinander gegangen.

Wir haben noch einen kleinen Imbiß zu uns genommen. Im Victorian Stables sind auch Hunde erlaubt. Das nehmen wir gerne in Anspruch, denn draußen tröpfelt es etwas und außerdem war das früher mal der Pferdestall und wir saßen in einer Pferdebox und haben unser Sandwich genossen.Da fühlten wir uns gleich wie zu Hause.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stop in Seahouses eingelegt. Ein kleines Fischerdörfchen, in dem es sehr viele kleine Geschäfte gibt und einen tollen ursprünglichen Hafen. Es werden Bootsfahrten nach Farne Islands angeboten. Leider bin ich ja nicht so wirklich seefest, sonst hätte ich gerne so eine Fahrt gebucht. Puffins gucken, das wäre es noch gewesen. Na gut, was nicht geht, geht nicht.

Seahouses ist auch für seine Geschichte rund um Grace Darling bekann, die mit ihrm Vater in einem Ruderboot aufs Meer fuhr und viele Menschen gerettet hat. Ein RNLI Rettungsboot trägt ihr zu Ehren ihren Namen.

So, für heute haben wir genug Geschichte erlebt, jetzt sind wir wieder auf unserem Campingplatz und lassen den Tag ausklingen.

Euch einen schönen Restabend und später eine gute Nacht