Ute

7. Tag , 12.5.19, von Tenby nach Mwnt

Nach einem „stromlosen“ Frühstück, haben wir uns auf den Weg gemacht und Pembrokeshire verlassen und fahren Richtung Cardigan Bay. Auf dem Weg dorthin haben wir aber noch einiges vor.

Erster Stop die Green Bridge of Wales. Ein markantes Felsentor im Meer. Die Anfahrt ein bißchen abenteuerlich, durch Militär-Gebiet.

Aber die Belohnung folgt mal wieder direkt. Hier wollte ich unbedingt hin und ich werde nicht enttäuscht und dann noch dieses Bombenwetter dazu. Bei einem kleinen Spaziergang auf dem Coast Path können wir noch die Brutstätten auf den Felsen bestaunen. U. a. Tordalken. Der Gestank ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Danach geht es eine Stunde weiter nach St. Davids, der westlichsten Stadt von Wales. Zuvor verfahren wir uns noch ein bißchen und landen am Freshwater Strand. Der zwar äußerst entzückend ist und völlig überlaufen am Sonntag. Mit Dünen, die ja hier nicht allzu oft anzutreffen sind und einer Straße, die über eine winzige Brücke führt und in den Dünen im dicken Sand endet. Da mußte das Womo auf dem Teller gewendet werden, hinter uns standen schon einige Pkws. Aber es hat geklappt und von da an sind wir doch sehr darauf bedacht, etwas größere Straßen zu finden😱🙈

St. Davids ist ein sehr netter Ort mit dieser phantastischen Cathedrale. Die größte von Wales. Der heutige Kirchenbau stammt aus dem 12. Jahrhundert. Gotische Elemente im Kern normannisch mit der geschnitzen Holzdecke aus dem 16. Jahrhundert.

Zur Stärkung gibt es ein Ginger-Honig Eis für uns und die Jungs.

Auf geht es zum nächsten Campingplatz.

Nach der Erfahrung an der Freshwater Bay, sind wir nun bemüht, uns nicht wieder auf so kleine Straßen locken zu lassen. Durch wunderschöne Landschaften und Ausblicke auf das Meer führt uns unser Weg.

Uns war schon vorher bekannt, dass die Zufahrtsstraße zum Campingplatz nicht gerade die einfachste ist, aber das was uns hier erwartete, war bis jetzt die Krönung. Schon ein bißchen müde von dem Tag und dann diese Straße!! Gegenverkehr ohne Ende🙈. Wir erreichen das Ende der Straße, aber keine Zufahrt zum Campingplatz!???? Ja, aber da ist er doch, wir können ihn doch sehen. Aber wie um Gottes Willen kommt man dahin? Wir fahren diese furchtbare Straße zurück (wieder Verkehr). Bei dem anderen Campingplatz sind wir falsch! Kein Hinweis auf unseren Platz. Also nochmal die Straße runter, wieder Gegenverkehr und dann das Sackgassenschild ignoriert und weiter gefahren. Aha und oh ja, da ist die Zufahrt zu unserem Platz. Das hätten wir gleich haben können.

Hier fahren wir auf jeden Fall erst mal nicht wieder weg. Essen gibt es aus Vorräten und morgen ist RELAXTAG. Das haben wir jetzt nötig.

Was für ein Panorama. Vor uns die Cardigan Bay mit dem Coast Path rechts und links. Schafe, Lämmer, Rinder, eine kleine Kirche, ein Hausberg. Alles zum Greifen nahe. Heute machen wir noch einen Gang in den Sonnenuntergang um und auf den Berg. Es ist nicht in Worte zu fassen, so schön ist es hier. Die kleine Kirche ist offen und lädt uns ein , reinzuschauen.Heute Nacht sind wir mit zwei anderen Gästen allein in dieser Idylle und alles ist sehr spartanisch.

6. Tag, 11.5.19, Tenby

Heute müssen wir das Wohnmobil umsetzen, auf einen Nicht-Stromplatz. Auch mal eine nette Erfahrung. Aber da gut gerüstet, ist auch das kein Problem. Der Wagen hat ja eine separate Batterie und Gas ist auch an Bord.

Nachdem wir uns neu eingerichtet haben, machen wir uns auf den Weg nach Pembroke Castle. Einfach nur gewaltig. In dem Schloß wurde Heinrich der VII , der Tudorkönig, geboren. Und die Hunde durften auch überall mit rein. Ich weiß nicht wie viele Treppen wir gelaufen sind, wie viele Wendeltreppen in den verschiedenen Türmen, bis runter unter die Burg in die Gefangenengrotte.

Zum Abschluss haben wir uns zum Lunch ins Cafe gesetzt. Sandwich, richtig englisch. Lecker. Und für die Jungs eine große Schüssel Wasser und Schatten.

Danach machen wir uns auf den Weg zur Barafundle Beach. Super, auf dem Parkplatz kein Ticket gekauft, ist aber gut gegangen.

Nach ca. 1 km Fußweg mit schöner Aussicht haben wir den Strand erreicht. Eine schöne Bucht. Unheimlich gut besucht am Samstag. Mit Kind und Kegel war alles auf den Beinen.

Abends zurück in Tenby schnell in den Supermarkt und das Abendessen organisieren. Da haben wir dann Trever getroffen, der deutsch spricht, weil er Verwandschaft in der Nähe von Ulm hat. Ein liebenswerter älterer Herr.

Abends wird das Womo ohne Strom ausgetestet. Vieles klappt mit der Batterie, sogar der Fernseher funktioniert.

5. Tag, 10.5.19, Auf dem Weg nach Tenby

Auf dem Weg zum nächsten Etappenziel wird erst einmal der Vormittag mit einer Whisky Destillerie am Rande des Brecon Beacon Nationalparks vollendet.

Sehr nette und aufgeräumte Destille direkt an der Straße. Penderyn Whisky. Natürlich wird eine Flasche gekauft und ein Probefläschchen muß auch noch mit. Allzu lange halten wir uns nicht auf, sondern fahren dem nächsten Etappenziel entgegen.

Zur Trewayne Farm 2 Meilen vor Tenby in der Carmathen Bucht.

Da ja schon Nachmittag ist, machen wir uns mit den Jungs auf den Weg zur „Beach“. Der Weg fängt direkt auf dem Campingplatz an und steigert sich dann zu einer kleinen Felswanderung. Die Treppen runter, die natürlich auch wieder rauf führen😱, erinnern sehr an die dänische Insel Møn.

Aber bei aller Anstrengung, werden wir wieder belohnt. Diese Ausblicke!!….Und dann diese entzückende Bucht. Da gerade Ebbe ist, können wir weit nach vorne gehen und über kleine Felsen klettern. Wie schön.

Danach fahren wir noch einmal los und machen Tenby unsicher. Was für ein entzückender Badeort seit dem 19. Jahrhundert. Die bunten Häuser, die drei herrlichen Strände, die Fischerboote im Watt. Natürlich gibt es zur Belohnung auch noch ein Eis. Der Supermarkt in der Stadt ist auch ganz entzückend und wir können uns für das Abendessen eindecken.

4. Tag 9.5.2019 Endlich nach Wales

Der Regen hat uns heute verlassen. So können wir das Hundezelt trocken verpacken. Das ist sehr schön.

Am Vormittag geht es dann los nach Wales. Wir fahren überwiegend Autobahn und das bringt uns gut voran.

Und schon bald liegt die imposante Brücke über den Severn (5,1 km) vor und hinter uns. Und nun sind wir in Wales.

Der Weg zu unserem Campingplatz wirkt nicht so vertrauenswürdig auf uns. Aber wie so häufig erwartet uns ein ganz reizender Farm Campingplatz.

Nach dem Einchecken machen wir uns gleich wieder auf den Weg Richtung Newport zum Tredegar House. Ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert mit einem 35ha großem Park. Der Park ist wirklich sehr schön. Wir statten dem Tearoom noch einen Besuch ab und machen uns dann auf den Weg nach

Caerphilly Castle.

Größte Burg in Wales und nach Windsor Castle die zweitgrößte in Großbritannien.

Sie ist wirklich sehr imposant mit ihren Grünanlagen und den aufgestauten Seen. Die Anfahrt war etwas abenteuerlich, weil Google Maps uns doch einige Single Roads vorgeschlagen hat und schon mal das eine oder andere Auto vor uns stand. Aber es war eine landschaftlich schöne Strecke.

Die Rückfahrt gestaltete sich angenehmer.

Mit einem schnell gekochten Abendessen klingt der Tag aus. Morgen geht es dann weiter Richtung Pembrokeshire.

3. Tag, 8.5.19, Henley on Thames und auf Barnabys Spuren

Eine wunderbar erholsame Nacht liegt hinter uns und erwartungsgemäß wurden wir heute morgen vom Regen geweckt.

Schnell die Regensachen an und mit den Jungs zur Themse runter gegangen. Herrliche Grünflächen direkt an der Themse, auf der Themse jede Menge Ruderer beim Training. In der morgendliche Stille ein wunderschönes Geräusch der gleichförmigen Ruderschläge. Die Enten tummeln sich und die Jungs sind fleißig am Zeitung lesen😂. Ein Wunsch von mir ist in Erfüllung gegangen. Einmal an der Themse spazieren gehen.

Wieder zurück kommen die Jungs in die Bademäntel und gehen mit einem lecker Freßchen wieder in ihr Zelt. Während dessen machen wir uns Frühstück, das wir in Ruhe genießen.

Um die Mittagszeit fahren wir los, um auf Barnabys Spuren zu wandeln .

Unsere erste Station ist Wallingford. Das liegt ungefähr 13 Meilen vor Oxford.

Wir besuchen die Überreste des Schlosses, die in einem wunderschönen Naturgebiet liegen. Für Lasse und Pelle ein Vergnügen, weil man zwischendurch mal einen Happen von einem Kuhfladen aufnehmen kann😳.

Durch die Stadt zurück, kehren wir in einer Teestube ein. Wir sind wieder einmal naß geworden und genießen den warmen Tee. Übrigens eine sehr nette Teestube. Hunde sind willkommen und haben einen extra Raum im Obergeschoß. Das war sehr schön entspannend für alle. Und dann gab es natürlich Cream Tea. Scones mit clotted cream. So schön britisch☺.

Unser nächster Abstecher führt uns nach Warborough. Dort gibt es alleine 7 Drehorte. Unter anderem die Wiese im Vorspann der Serie und der Pub „Six Bells“. Und während wir durch den Ort fahren und die typische Atmosphäre aufnehmen, sehen wir, dass die Straße zum Pub gesperrt ist. Und was soll ich sagen: Sie drehen gerade an einem neuen Barnaby und……. DA STEHT ER tatsächlich.

Inspector Barnaby beim Dreh am Set. Na besser geht ja wohl nicht. Aber es reichte nur für ein schnelles entferntes Foto. Wir durften uns nicht in der Nähe aufhalten.

Also dann noch nach Dorcester-on-Thames mit der schönen Klosterkirche. Alles Orte die man aus den Filmen kennt. Wunderschön authentisch alles.

Das war ein erlebnisreicher Nachmittag, den wir heute Abend mit einem leckeren Essen im warm geheizten Wohnmobil beschliessen.

Morgen früh geht es weiter. Endlich nach WALES.

2. Tag 7.5.19 Anfahrt nach Großbritannien – Calais – Dover

Heute ging es früh auf die Autobahn. Und das war auch gut so, denn der Morgenverkehr um Antwerpen ist nicht zu unterschätzen.

Wir kamen in einer guten Zeit in Calais an. Wurden dreimal kontrolliert🤔 und Kofferraum und Wohnmobil inkl. Toilette wurden in Augenschein genommen. Aber so voll gepackt wie wir sind, können wir keine Personen reinschmuggeln😂.

Die Impfpässe der Hunde wurden genauestens kontrolliert und ich mußte die Chips mit einem Gerät scannen. Alles ok. Wir bekamen diverse Zettel für die Windschutzscheibe und konnten direkt auf die Fähre. Das war gut und schlecht. Gut, weil eine Fähre früher, schlecht, weil die Hunde nicht mehr Pipi machen konnten. Aber die 1 1/2 Stunden haben sie gut verkraftet.

Da wir ja heute Hochzeitstag haben, gönnten wir uns ein 2 Gänge Menü. Leider haben sie vergessen, es uns zu servieren 🤔, aber dann hat es noch geklappt und ich schaffte es rechtzeitig noch ein Foto von den Kreidefelsen zu machen. Und das Wetter machte auch gut mit.

Bis wir dann mit den zig LKWs das Hafengebiet hinter uns lassen konnten, verging schon noch einige Zeit. Dann begann das Abenteuer Autobahn.

Voll. Einfach nur voll. Und voller Baustellen und alle fahren links😂😱. Nachdem mit massiven Staus gedroht wurde, entschlossen wir uns Landstraße zu fahren. DAS war nicht die beste Entscheidung des Tages. Soooo kleine Straßen. Sooo viele Kreisel. Sooo viele Abbiegungen. ABER wunderschöne Häuser, Landschaften und entzückende Ortschaften.

Nach ca. 130 Meilen und einigen Stunden haben wir unseren Stop erreicht:

Henley on Thames.

Ein entzückendes Städtchen an der Themse. Inspector Barnaby läßt grüßen.

Der Campingplatz ist ausgezeichnet. Die Jungs haben gleich ausgiebig alles abgeschnuppert.

Nun sind wir rechtschaffend kaputt und lassen den Abend ausklingen. Morgen soll es ja den ganzen Tag regnen. Mal sehen was der Tag uns bringt.

Wales Mai 2019

  1. Tag 6.5.19

Heute Mittag ging es los Richtung Abenteuer Wales. Nach einer entspannten 3stündigen Fahrt durch die Niederlande haben wir unseren ersten Stop erreicht.

Camping Witven in Veldhoven. Netter Campingplatz mit ganz viel Natur rund herum.

Schnell eingerichtet, eine Kaffeepause und dann schnell mit den Jungs eine schöne Runde gedreht.

Zurück machen wir uns Abendbrot und werden den Abend gemütlich ausklingen lassen. Morgen früh geht es zeitig Richtung Calais. Da wartet dann unsere Fähre auf uns.

Schottland, 12. und 13. Tag, 19. und 20.5.17

Na  da haben wir aber gut geschlafen in unserem Zelt mitten im Wald mit den Schafen im Rücken. Pferdegewieher am Morgen. Einfach nur herrlich. Ute, Klaus, Frederik, Lasse und Pelle allein auf weiter Flur. Die Jungs waren etwas unruhig in der Nacht. Sie haben bestimmt mehr gehört als wir. Ob Hirsche in der Nähe waren, wissen wir nicht.

Übrigens hatten wir an jedem Ort, an dem wir gewohnt haben einen Kuckuck. Ob das was zu bedeuten hat? Auffällig war es schon.

So zum letzten Mal alles zusammengepackt, noch einmal ein schönes Frühstück. Klaus macht es sich zur sportlichen Aufgabe, unsere Sachen selbst runter durch den Wald zum Auto zu bringen. Ist auch nicht so sehr viel, aber immerhin. Wir packen dann den Wagen für die Heimreise, nehmen uns Sachen  für die Nacht auf dem Schiff in den Rucksack, füllen noch einmal den Hundefuttersack auf, obwohl viel wird es heute Abend nicht geben, damit es nicht zu drücken anfängt. Dann machen wir uns noch einen Tee (mit Strom) neben der Rezeption , den wir mit ins Auto nehmen. Während dessen haben wir noch nette Gespräche mit dem total netten Personal. Die Chefin ist auch da, von ihr bekomme ich noch eine schnelle Untersuchung wegen meines Reitunfalls. Sie meint, ich bin noch nicht wieder richtig zentriert. Da wird sie wohl recht haben, werde ihren Empfehlungen folgen.

Mit großem Gewinke verlassen wir unseren letzten Übernachtungsort in Schottland. Es war hier wirklich sehr, sehr schön. Und eine große Überraschung, denn wir wußten nur, dass wir in einem Zelt schlafen, aber nicht wie die Begebenheiten sind, die uns erwarteten.Wir waren glaube ich, sogar ein bißchen sprachlos.

Nun ab Richtung Heimat bzw. erst einmal nach England zur Fähre. Sehr weit haben wir es nicht. So gegen 13 Uhr erreichen wir Newcastle. Ich wäre ja gerne  mit den Jungs an den Strand gegangen, aber Klaus war nicht so begeistert. Also sind wir in die Nähe der Fähre gefahren und haben uns dort einen Parkplatz gesucht. Ach, welch nette Überraschung, da ist ja ein Outlet Center. Wenn Klaus das vorher geahnt hätte, wäre er wohl doch lieber zum Strand gefahren.

Die Jungs wurden zum Gassimachen geführt, aber so recht zu Willen waren sie uns nicht. Na ja, schauen wir mal. Erstmal mit den Jungs etwas shopping, dann noch ein Sandwich essen, Kaffee trinken, wieder unzählige „how pretty, nice dogs and a Scottie dog“. What is his name? Frederik genannt Freddie. Oh, Frrrrrrrredie. Wir kommen kaum von der Stelle, herrlich. Bei diesem Gegurre geht Pelle immer gleich in Position. Mann oh Mann, die Engländer hier sind genauso verrückt nach den Jungs.

So jetzt müssen sie aber wirklich Gassi machen, denn wenn wir eingecheckt haben, ist es vorbei mit der großen Freiheit.

Dieses Mal werden wir gemeinsam mit den Hunden eingecheckt, dass heißt, wir müssen nicht aussteigen und in ein extra Gebäude gehen , wie in Amsterdam. Ich bekomme das Chip-Lesegerät von der Zollbeamtin und lese die  Jungs , einer nach dem anderen, im  Kofferraum aus. Alles klappt gut und ab in die Warteschleife. Wir kommen fast als letztes Auto auf die Fähre, aber das ist gut, wir haben viel Platz um uns rum.

Keine 20 Meter von unserem Cardeck ist unsere Kabine. Diese Fähre ist wohl renoviert worden, denn hier ist alles freundlicher und neu ausgestattet. Die Kabine allerdings genauso klein. Also quetschen wir 5 uns darein. Wir suchen die Pipianlage. Die ist diesesmal auf dem gleichen Flur. Nicht oben, nicht draußen, sondern direkt vor dem Hundehotel. Da drinnen stehen die ganzen Boxen, einer der Bewohner weint schon ganz fürchterlich. Also Jungs, ihr habt es gut. Ihr dürft mit Herrchen und Frauchen in der winzigen Kabine schlafen.

Wir machen uns auf den Weg das Buffet zu stürmen. Kleines Weinchen dazu. Alles läuft rund. Wir machen noch einen kleinen Gang durch das Schiff und beschließen dann, uns zu den Jungs zu gesellen. Die bekommen schließlich auch noch ein kleines Abendbrot. Von jetzt an machen wir 5 es uns gemütlich. Zur Nacht noch einmal eine Pipirunde und dann wird geschlafen.

Die Überfahrt verläuft dieses Mal sehr ruhig. Da haben wir ja Glück, dieses Mal muß das Frühstück nicht ausfallen. Das genießen wir auch in Ruhe. Da kommt schon der Offshore-Park (kennen wir von der Hinfahrt). Oh, Land in Sicht. Schön. Wir gehen zu den Jungs und bleiben noch ein bißchen in der Kabine, bis wir auf unser Cardeck dürfen, denn das wird per Lautsprecher genau mitgeteilt. Pünktlich um 9.30 Uhr sind wir da. Bis 10.10 Uhr brauchen wir aber, bis wir vom Schiff fahren, dann Papiere checken und ab in das Amsterdamer Autobahngetümmel. Gerade aus der Stadt raus, halten wir an und lassen die Jungs erstmal tüchtig ihre Geschäfte verrichten. Danach können wir in Ruhe die Heimreise antreten.

Zusammenfassung: Es war eine phantastische Reise mit unseren Hunden durch Schottland. Wir  haben unglaublich viel gesehen, so dass uns zum Schluß schon der Kopf schwirrte. Ein wunderschönes, landschaftlich abwechslungsreiches Land, total nette Menschen. Wir haben ganz wunderbare Übernachtungsmöglichkeiten kennengelernt, die Jungs haben . gelernt, jede Nacht mit uns zusammen zu verbringen (ohne die Betten und uns zu stürmen). Sonja Thiede von paws on board hat uns eine ganz wunderbare Reise zusammengestellt, die wir gut mit eigenen Vorstellungen ergänzen konnten. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei ihr und werden sicher noch ein interessantes Telefonat in den nächsten Tagen führen.

Und mein lieber Mann, der Klaus, hat mich linksfahrender Weise heil durch das Land chauffiert. Das war eine große Leistung. Danke.

Die Jungs genießen den heimischen Garten und wir haben schnell einen Abstecher zu meinem Schäfchen gemacht, das in den letzten 14 Tagen riesig gewachsen ist. Die tausende Schäfchen, die ich unterwegs gesehen habe, haben doch meine Lotta nicht ersetzt.

„What nice dogs, so pretty and a little Scottie Dog“.  Damit wollen wir unsere Reise beenden.

Schottland, 11. Tag, 18.5.2017

Nach unserem Retro Wigwam haben wir ja gestern unseren Pod in einem Campingpark bezogen. Das war jetzt einmal genau das Gegenteil. Außer, das wir dort ganz alleine waren, das hatten wir die 2 Tage vorher ja auch schon.

Heute morgen konnten wir natürlich ausgesprochen warm duschen und hatten ein großes neues Bad für uns alleine. Das war ja ganz schön.

Beizeiten haben wir uns dann auf den Weg zu unserem letzten Quartier in Schottland gemacht. Ja, unsere (Hochzeits-) reise nähert sich dem Ende.

Wir haben den direkten Weg gewählt, denn wir hatten ja eine ganz ordentliche Strecke vor uns. Unterwegs haben wir uns noch frische einheimische Erdbeeren mitgenommen, denn immerhin waren wir ja in der Gegend, in der frische Früchte angebaut und vermarktet werden. Sie waren auch wirklich top lecker. Durch Perth sind wir gefahren, liegt sehr schön diese Stadt.

Edinburgh haben wir auf der Autobahn umfahren. Da ist ganz schön viel Verkehr um die Mittagszeit. Aber schön, dass wir die neue noch in Bau befindliche Brücke rechts von uns hatten und links die Firth of Forth Eisenbahnbrücke. Als wir unser ersten Quartier nähe Edinburgh hatten, konnten wir die beiden immer aus der Ferne sehen. Kamen aber da nicht so dran, weil wir auch nicht genug Zeit hatten.

Dann endlich haben wir die Scottish Borders erreicht. Sehr schön ist es hier. Dank Google Map finden wir gut zu unserem neuen Quartier hin. Wir können es nicht wirklich glauben, sehr, sehr ländlich, zwei Reiterinnen vor uns auf der Straße und natürlich wieder die obligatorischen Schafe.

Eine sehr nette Dame nimmt uns in Empfang. Wir sollen unsere Sachen aus dem Auto ausladen und ein netter Mann kommt und fährt uns die Sachen mit dem Quad zum Tent. Hallo, wie? Ups, jetzt aber mal schnell umdenken. Nicht mit dem Autor ranfahren und nach Bedarf alles ausladen. Nein, hier wird gebracht.  Ok, schnell geplant und gedacht und dann wird alles verladen, wir bekommen eine Wegbeschreibung zu unserem Tent. Das ist wohl das allergrößte, das uns hier für unsere letzte Nacht erwartet. Ein riesengroßes Zelt mitten im Wald, malIch bin ja mal gespannt , wie wir das heute Nacht empfinden. Die Jungs finden es übrigens total toll im Wald.

Allerdings haben wir beim Empfang Strom, WLAN free, einen kleinen Laden und warme Duschen und richtige Toiletten.

Wir machen uns auf den Weg nach Jedburgh. Das ist eine ganz wunderbare kleine Stadt. Schön gelegen. Wir besuchen das Castle Jail, ein wiederaufgebautes Schloß in dem ein Gefängnis nachgebaut worden ist. Sehr beeindruckend gemacht. Kostenfrei. Die Jungs haben eine Schüssel Wasser und warten vor dem Eingang im Schatten auf uns.

Wir gehen weiter in die Stadt, die Jungs haben wieder ganz viele Fans. Boah, die Abbey, eine imposante Ruine, erfüllt mehr als unsere Erwartungen. Ein prächtiges Relikt aus dem 12. Jahrhundert.

Wir schlendern noch weiter durch die Stadt, kehren dann noch in einem Gartencafe ein, um einen Tee zu trinken. Vorher haben wir uns natürlich wieder für den Abend versorgt, das Abenteuer in unserem wunderbaren volleingerichteten Tent zu kochen, wollen wir uns nicht nehmen lassen. Die Chefin hier kam gerade und sagte, wir werden um uns herum Deers haben. Also Hirsche werden um uns rum sein. Ich werde dann wohl mal nicht heute Nacht auf das Plumpsklo gehen.

Morgen werde ich berichten, wie es uns ergangen ist.

 

 

Schottland 10. Tag 17.5.17

Heute waren wir wieder sehr früh auf. Irgendwie gelingt es uns nicht so gut in unserem Retro Wigwam auszuschlafen.

Heute morgen hab ich endlich die warme Dusche erwischt. Sie war mir fast zu heiß, nach 3 Tagen kalt duschen.

Schnell wieder alles zusammengepackt und verstaut und auf unserer etwas zugigen Terrasse gefrühstückt.

Dann sind wir Richtung Elgin gefahren, um von dort südlich unser neues Ziel anzusteuern. Rumms waren wir wieder auf dem Whisky Trail, der geht hier nämlich erst richtig los. Die Speyburn Distillery, sehr nett. The Glenfiddich Distillery und noch ganz viele andere. Leider können wir ja nicht alle kaufen, wir bekommen sie ja gar nicht duch den Zoll.

Unzählige ganze und halbe Schlösser lagen auf unserem Weg. Eine wunderbare Ruine mit einem ganz phantastischem Garten. Kildrummy Castle.

Wir durchfahren wieder einmal ein ganzes Kaleidoskop von Landschaften. Eben noch sattes grün mit Kühen und Schafen, eine Steigung um die Kurve rum und schon wieder Mondlandschaft. Schattenbildungen der Wolken, ganz einsame Straßen, auf denen uns keiner begegnet, plötzlich wieder ein Tross Franzosen in Wohnmobilen. Sie sind bestimmt auf einer gemeinsamen Tour, wir haben ungefähr 20 bis 25 davon getroffen.

Wieder eine schöne Kirche, wieder nette geduckte Häuser. Plötzlich eine ganz entzückende Stadt, Ausgangspunkt für Wanderer, denn hier wieder viele Outdoorgeschäfte.

Aber dann, endlich. Balmoral Castle. Sehen wo die Queen mit ihrer Familie wohnt, wenn sie in Schottland ist. Ganz anders hatte ich es mir vorgestellt, nicht so verspielt. Aber es ist wunderbar gelegen, umsäumt von einer wunderbaren Landschaft mit einem Fluß. Gleich nebenan eine Royal Distillery. Na, wer sagt es denn! Die Jungs sind mit dabei. Sie dürfen uns auf dem royalen Gelände begleiten. Wie schön. Den einzigen Raum, den man besichtigen darf, ist der Ballsaal. Na ja, muß man nicht unbedingt gesehen haben.

Schnell noch auf die andere Straßenseite. Denn dort ist die Kirche, die die Queen immer im August am Sonntag besucht. Nette Kirche, 1 Pfund Eintritt. Man fühlt sich der royalen Familie ganz nahe, wenn man zum Altar geht. Schöne Erfahrung. Im Auto werden wir erstmal die geschichtlichen Daten googeln, sofern wir ein Netz haben.

Noch ein Eis auf die Hand und weiter geht es zu unserem nächsten Quartier. Wir haben noch ungefähr 50 Minuten zu fahren.

Kurz darauf durchfahren wir ein Skigebiet mit Skiliften rechts und links an den Hängen.Natürlich ist da jetzt nichts los. Sieht auch ein wenig öde aus.

Als wir unserem Ziel näher kommen, verändert sich wieder einmal die Landschaft. Blairgowrie liegt in einer Parklandschaft, so schön anzusehen. Wasser, frische grüne mit roten Blättern vermengt. Wir finden unser Quartier und auch hier läuft alles reibungslos. Wir richten uns in unserem Pod ein und fahren in die Stadt zum Einkaufen. Nettes Städtchen, netter Kaufmann. Zurück, den Grill anschmeissen, die Jungs füttern. Und endlich WLAN benutzen.

Das war ein Tag mit sehr vielen neuen Eindrücken und wir sind müde und kaputt. Werden wohl bald schlafen gehen.

Morgen geht es weiter zu unserer letzten Übernachtung in Schottland. Nach Hawick.