admin

Schottland 8. Tag, 15.5.17

Schottland, Tag 8, 15.5.17

 

Früh waren wir heute morgen wach. Wahrscheinlich Reisefieber!  Wiedermal der Spaß mit dem Plumpsklo und der kalten Dusche. Kennt man ja schon. Die jungen Leute aus dem Nachbarzelt geistern auch schon zwischen Dusche, Klo und Küche rum.

Während Klaus mit den Jungs geht (ich bin ja immer noch sehr gehbehindert), räume ich unsere Cabin auf, packe alles zusammen und gehe Frühstück machen. Sehr gemütlich heute morgen das Frühstück in der großen Wohnküche.

Dann geht es los. Von der Insel Skye runter. Dieses Mal haben wir ein ganz anderes Bild, das Wetter ist nicht gut aber klare Sicht. Schön ist es auch hier im südlichen Teil der Insel. Wieder vorbei an Dornie, hier hatte es uns auch wirklich gut gefallen.

Weiter die A890 durch den Landstrich Wester Ross Richtung Inverness. So eine wunderschöne Landschaft , die wir hier durchfahren. Keine hohen kargen felsigen Berge mehr, sondern liebliche Landschaften mit Feldern, blühende Rapsfelder. Hier ist auf einmal ein ganz anderes Schottland.

Während der Fahrt merken wir, dass es zwar eine wunderschöne Gegend ist, wir aber auf dieser Straße nicht an Loch Ness vorbeifahren. Also schnell eine Alternativroute  gefunden und zum Urquhart Castle gefahren. Das ist eine Ruine, die man besichtigen kann und die direkt am Loch Ness gelegen ist. Es macht Spass , sie zu besichtigen und die schönsten Fotos vom Loch Ness zu machen.

Wenn man dem ganzen Tourismusrummel aus dem Weg geht, wirklich ein lohnenswerter Abstecher. Vielleicht war es ja wirklich Nessi, der uns mit der Schwanzflosse nachgewunken hat? Wir begleiten den Loch Ness bis zum Ende, bis er nur noch ein Fluss ist.

Das Wetter hat sich auch ganz spontan, schottisch eben, überlegt, richtig schön zu werden. Wieder auf die Straße und Richtung Inverness. Diese Stadt schneidet in meinen Reiseführern irgendwie nicht so gut ab, weil Industriestadt. Beim Durchfahren finden wir sie aber gar nicht so hässlich und der Fluss Ness fließt mitten durch. Wir müssen einige Kreisel in Inverness durchkreiseln, bis wir endlich durch sind. Aber auch hier ist es ein anderes Schottland. Die „Berge“ sehen ein bisschen aus wie unser Weserbergland. Sehr lieblich. Wir durchfahren einige nette Orte um dann Forres zu erreichen. Bald haben wir auch unseren neuen Standort mit unserem Wigwam gefunden. Eine kleine Wigwam Ansammlung in der Nähe eines Bauernhofes.  Eine Bahnlinie führt hinter uns lang, seitlich gibt es mal wieder eine große Schafwiese.

Die Wigwams und sonstigen Gebäude sind ein bisschen in die Jahre gekommen, aber es ist in Ordnung. Wir scheinen hier die einzigen Gäste zu sein.

Nachdem wir alles erkundet und uns eingerichtet haben. Machen wir uns auf den Weg, den Jungs eine Freude bereiten. Ein paar Meilen von uns lockt das Meer. In der Bay Findhorn können die Jungs endlich ins Wasser und sich abkühlen und erfrischen, denn inzwischen sind hier kuschelige 18 Grad im Schatten. Wir machen einen Gassigang in der von Segelbooten und kleinen Ruderbooten belagerten Bay, sehen den herrlichen Sandstrand.

Danach fahren wir nach Forres schnell zum Einkaufen. Hier gibt es neben einem Lidl auch einen richtig großen Supermarkt. Schnell zurück zu unserem Wigwam und die herrliche Abendsonne auf unserer Terrasse mit unserem gegrillten Abendessen genießen.

Mal sehen, was wir morgen erleben. Es ist hier ja immerhin der Whisky Trail, auf dem wir uns befinden.

Schottland 7. Tag 14.5.17

Schottland, 7. Tag, 14.5.17

Ein neuer Abenteuertag beginnt. Gut haben wir geschlafen  in unserer Cabin mitten in der Wildnis neben den Pferden und den Hühnern. Die ganz reizenden jungen Leute aus der Cabin nebenan kamen erst ganz spät von Freunden wieder. Leider hatten wir nur kurz während des Frühstücks Zubereitens Kontakt, denn sie sind früh aufgebrochen. Aber vorher war ja noch das Abenteuer Plumpsklo und Dusche ohne Strom zu bewältigen.  Klo funktionierte ohne Hühnerspione.  Jeder muß poo, steht an der Tür. Ok, na ja.

Also ab in die Dusche nebenan, entzückend ist es hergerichtet. A…kalt. Schnell ausgezogen und ab unter die Dusche, der Schiebeknopf an dem Duschkopf ist der An- und Ausschalter. Breche ich mir fast die kalten Finger. Ok, läuft. Nur eiskalt. Fängt ja gut an. Schnell Handtuch umgeschlungen, nach draußen zum Nachgucken. Steht auf warm. Geht nicht anders. Also wieder drunter, vielleicht kommt es ja gleich, das warme Wasser. Erstmal bekomme ich den Schiebeschalter fast nicht wieder in Gang. Dann bleibt das Wasser kalt. Eco. Auf der ganzen Linie, dann dusch ich eben eiskalt mit Haarewaschen. Meine Arme dampfen, ich glaub es ist doch ganz schön frisch unter der kalten Dusche. Ruckzuck abtrocknen und schnell in die Hütte und anziehen. In der Hütte ist es auch kühl , aber es lohnt sich jetzt nicht anzuheizen. Geht ja gleich zum Frühstück nach vorne.

Nach einem leckeren Frühstück mit Ei von den freilaufenden Hühnern, machen wir uns auf die Tour.

Übrigens die Jungs müssen hier wirklich an der Leine bleiben, wenn so ein Huhn gestresst wird bzw.  zu Tode kommt, muss der Hund 20 Pfund bezahlen. Das wollen wir ja nicht, dass die Hühner Stress bekommen, sie legen so leckere Eier. Bestimmt weil sie gerne neben der Toilette picken.

 

Unsere Tour führt uns als erstes über Dunvegan nach  Portree. Ein ganz entzückendes Städtchen mit Marktplatz und Hafen und einigen kleinen Geschäften, netten bunten Häusern mit Blick auf den Hafen. Wir beobachten eine ganze Weile das bunte Treiben am Hafen und die vielen Leute, die sich hier schnell Fish and Chips kaufen, bevor sie mit ihrer Reisegesellschaft im Bus weiterfahren.

Fischer machen sich auf den Weg ihre Fänge einzusammeln und wir finden auch ein kleines Lokal zum Essen. Die Jungs dürfen nicht mit rein, bekommen aber einen feinen Aussichtsplatz direkt gegenüber von uns an der Hafenkante mit Möwenunterhaltung. Die süße Bedienung bedient erstmal die Jungs mit reichlich Wasser, danach kommen ungefähr alle 3 Minuten neue Leute zum Kuscheln vorbei, schlafen ist nicht. Herrchen und Frauchen lassen es sich derweil richtig gut gehen. Mit Fischplatte und Ofenkartoffel mit Käse und schottischem Lachs mit Rote Beete Chutney, das im Übrigen Weltklasse war.

Danach wird noch ein bisschen durch das Städtchen geschlendert und schnell beim Coop etwas Käse für den Abend eingekauft.

Jetzt geht unsere Fahrt weiter Richtung Norden auf die Halbinsel Trotternish. Was soll ich sagen????

Das Wetter, sowas von Spitzenklasse. Blauer Himmel mit  weißen Wolken, gute Sicht. Wer hätte das nach dem gestrigen Tag gedacht.

Die Landschaft??? Einfach umwerfend, gigantisch.  Wir können gar nicht genug schauen und in uns aufnehmen. Des Öfteren halten wir an, um etwas noch besser sehen zu können bzw. um Fotos zu machen.

Loch Leathan mit der Felsnadel Old Man of Storr, Kilt Rock, ein rauschender Wasserfall.

Staffin Bay mit breiten Sandstränden. Hier machen wir den Abstecher Richtung Strand. Raus mit den Jungs und ein Stückchen laufen, sie dürfen sogar ins Meer und ein bisschen schwimmen.

Traumhafte Eindrücke, wilde Landschaften (natürlich immer mit Schafen) eine  Burgruine, das Grab der Nationalheldin Flora McDonald, der Fähranleger Uig zu den Inseln der äußeren Hebriden.

Diese Rundfahrt um die Halbinsel ist ein Traum. Vor allen Dingen bei diesem Wetter. Wir kommen wieder in Dunvegan raus und wir sehen unser 2-Tages-Zuhause heute in einem ganz anderen Licht. Klaus geht mit den Jungs noch eine Gassitour ans Wasser, während ich mich mit einem leckeren Tee vor unsere Hütte in die Sonne setze und Nadja (der Eigentümerin) beim Longieren ihres Pferdes zusehe und später dann beim Mähen mit der Handsense.

Inzwischen kommen unsere neuen Mitbewohner an. Ein junges Pärchen, das sofort kommt und sich vorstellt. Ein junger Ire der hier in Schottland studiert hat und arbeitet. Danach kommen noch zwei junge Frauen, die aber auch gleich wieder weggefahren sind.

Wir lassen den herrlichen Tag und Abend, bei Käse, Brot und Rotwein und einem netten Spielchen ausklingen, bevor wir in unsere Hütte gehen und ein Feuerchen anmachen. Während ich dies hier mit letzter Kraft meines Laptops (kein Strom zum Aufladen) niederschreibe, schlafen meine 4 Männer schon um mich herum.

Morgen heißt es hier wieder Abschied nehmen. Loch Ness ruft.

 

 

 

 

Schottland 6. Tag, 13.5.17

Schottland, 6. Tag, 13.5.17

 

..und wieder packen wir das Auto. Heute Vormittag heißt es Abschied nehmen von Dornie, schön war es hier in unserem Wigwam an unserem Loch.

Schnell haben wir die paar Meilen hinter uns gebracht und schwups sind wir schon auf der wunderschönen Brücke zur Insel Skye.

Es herrscht ein reger Autoverkehr. Einige sind auch mit der Fähre gekommen und stoßen jetzt dazu. Interessant  ist es hier, sehr karge Berge, immer wieder einmal Einschnitte, so dass man das Wasser sehen kann.

Halt lass uns links abbiegen, nur 7 Meilen zur Destillerie Tallisker. Whisky. Probieren. Kaufen. Herrlich.

Die Destillerie liegt direkt am Wasser, wir können in einer ¾ Stunde die nächste Führung mitmachen. Kurz überlegt, ja das machen wir. Schnell noch etwas shoppen, etwas fällt ja doch immer ab. Dann die Jungs aus dem Auto geholt und gegenüber in einer Kaffeebar einen Kaffee bestellt, den wir mit Blick auf’s Meer genießen. Natürlich treffen wir wieder nette Menschen, bleibt wohl mit den Hunden auch nicht aus. Eine nette Dame aus der Gegend zwischen Wales und England, die immer auf Skye Urlaub macht mit ihrem Hund.

Die Jungs gehen wieder in den Kofferraum mit reichlich Wasser und viel Frischluft. Es ist heute ja eher bedeckt, daher können wir die Führung mitmachen, ohne uns Sorgen um sie zu machen.

Wir bekommen eine ganz wunderbare Führung durch eine sehr nette schottische Angestellte. Die deutschen Handzettel sind vergriffen, daher heißt es gut zuhören. Ich schnappe mir einen dänischen Zettel, um evtl. Verständnislücken durch dänische Erläuterungen zu ergänzen. Letztendlich macht das aber auch nur wuschig. In unserer Gruppe sind 10 dänische Herren, von Seeland und Fünen. Na, da fühlen wir uns doch gleich heimisch.

Sehr interessant die Führung und man bekommt wirklich mit, wie der Whisky hergestellt wird. Da schmeckt der Whisky bei der anschließenden Verkostung gleich noch viel besser, denn jetzt haben wir ja ganz viel Ahnung.

Natürlich müssen wir noch etwas mit nach Hause nehmen.

Unsere Fahrt geht weiter, die 7 Meilen zurück zur Hauptstraße. Wir haben ein bisschen Schwierigkeiten unsere nächste Unterkunft zu finden, da wir nur einen Ort haben, den unser Navi aber nicht nehmen will. In einer Sternstunde meines Handys mit einer Internetverbindung hatte ich klugerweise mir den Ort navigieren lassen. Und vorsichtigerweise die Orte, die auf der Strecke liegen notiert. Das war sehr, sehr gut. Denn es dauerte nicht lang und ich hatte keine Verbindung mehr zum Internet. Das sollte wohl auch so bleiben. Mal sehen, ob wir morgen mal eine Verbindung unterwegs finden.

Aber wir haben ohne uns zu verfahren, vielleicht auch ein bisschen zufällig, unsere neue Unterkunft für die nächsten 2 Tage gefunden. Scott hat uns sehr freundlich in Empfang genommen. Er hat als Kind in Deutschland gelebt. In Nordrhein-Westfalen.

Diese Unterkunft ist eine Nummer für sich. Wir werden hier 2 Tage ohne Strom, ja wirklich ohne Strom, und einem Plumpsklo leben.

Hier stehen zwei Hütten, die wir als finnische Grillhäuser kennen, und ein Zelt. Die andere Hütte ist wohl auch bewohnt, gesehen haben wir unsere Nachbarn aber noch nicht. Das Zelt soll morgen bezogen werden.

Unsere Hütte ist total schön. Sogar ein richtiges Bett. Viele Kerzen,  ein  batteriebetriebenes Radio und ein wunderbarer kleiner Holzofen für die kuschelige Wärme.

Ach ja,zwei Pferde leben uns gegenüber und gaaanz viele Hühner laufen uns hier zwischen den Füßen rum. Die Jungs müssen hier wohl viel an der Leine bleiben, sonst ist es wohl bald vorbei mit dem Hühnerfrieden.

Nachdem wir einen Rundgang gemacht haben, um alles kennenzulernen, fährt Scott vor uns her ins nächste Dorf.  Dunvegan. Hier gibt es einen Mini Kaufmannsladen, der sehr gut sortiert ist und durchaus sehr frische Ware verkauft. Auf der anderen Straßenseite gibt es eine wenig einladende Blechscheune, in der führt ein älterer Herr seine Geschäfte. Oha, hier gibt es frisches Obst und Gemüse . Phantastisch, außerdem noch einige ausgewählte Spezialitäten. Sehr schön, es zählt ja nicht der äußere Schein.

Wieder zurück, richten wir uns ein. Und schnell wieder zurück nach Dunvegan.( Nur aufpassen, hier leben die Schafe mit ihren entzückenden Lämmern auch auf der Straße). Das Schloss und den Garten besichtigen. Interessantes Schloss, sehr geschichtsträchtig, seit hunderten von Jahren im Besitz des Clans McLeod  of McLeod. Nach der Besichtigung holen wir die Jungs aus dem Auto und machen die Gartenbesichtigung mit ihnen gemeinsam. So haben sie auch noch etwas von dem Nachmittag.

Danach sind wir alle tüchtig müde und wollen nur noch zurück zu Kerzen und Gasherden und Plumpsklo.

Wir machen uns in der total urigen Gemeinschaftwohnküche (mit Gitarre und Notenbuch für den Allgemeingebrauch) etwas zu essen. Freuen uns, dass wir satt werden, die Jungs sind bei uns. Zum Abwaschen muss man raus und sollte sich warmes Wasser aus dem Kessel mitnehmen. Ein braunes Huhn hat mir Gesellschaft geleistet.

Dann finden wir noch etwas Zeit zum Spielen. Auch mal wieder schön. Wir sind jetzt aber wirklich alle müde. Wir gehen zu unserer Hütte, machen den Ofen und die Kerzen an und werden noch etwas lesen, bis uns der Schlaf übermannt.

Ach ja, bei den vielen tollen Eindrücken habe ich heute ganz vergessen, dass es ein wenig trübe und regnerisch war.

Schottland 5. Tag, 12.5.17

Schottland, 5. Tag, 12.5.17

 

Heute durften wir ausschlafen, weil wir ja noch eine Nacht hier in Dornie verbringen werden.

Das ist auch mal schön, Klaus kann in Ruhe joggen, ich mache mich mit Frederik auf den Weg. Anschließend wird in Ruhe ausgiebig gefrühstückt.

Eilean Donan Castle war unser Ziel. Ungefähr 2 km von unserem Wigwam entfernt. Der Parkplatz -Gott war mit uns sehr gnädig. Kostenlos und einen schattigen Baumplatz für die Jungs. Alles war gut.

Schnell die Tickets gekauft und ab auf’s Schloß. Ups, es knattert und tut und macht. Ich hab wieder Handy und Internetanschluss.  Auf der Burgbrücke schnell die Neuigkeiten gelesen und dann aber los.

Was für ein wunderbares  Schloss. Mit Liebe wieder hergerichtet und authentisch ausgestattet. Kleine wunderschöne Räumlichkeiten. Wir sind nur begeistert. Das hat sich aber gelohnt.

Noch ein bisschen im Shop gestöbert und dann rein in das angrenzende Cafe. Ich hatte einen leckeren Scone mit Früchten. Sehr lecker.

Schnell die Jungs aus dem Auto und eine kleine Gassirunde am Schloss gemacht. Weiter geht es über Balmacara nach Plockton. Eine ganz herrliche Anfahrt auf einer gebirgigen und einspurigen Straße mit Ausweichbuchten. Dann eröffnet sich uns der Anblick auf Plockton. Oh wie schön. Ein kleines Örtchen am Loch Kishorn. Sieht aus wie ein Seeräubernest, wie man es aus Cornwall oder auch aus der Bretagne kennt. Hier verbringen wir unseren Nachmittag mit den Jungs mit einem schönen Spaziergang und wieder einmal mit netten Gesprächen. Dieses Mal haben wir ein Ehepaar aus Südengland gesprochen, die auch so begeistert wie wir von der übermässigen Freundlichkeit der Schotten sind. Ja, das sind sie wirklich. Hier ist man im Land der immer freundlich grüßenden und einem  zuwinkenden Menschen gelandet. Es ist nur schön.

Danach geht es zurück nach Kyle of Lochalsh. Ein wenig den Ort erkunden, dem kleinen Bahnhof einen Besuch abstatten. Noch einmal Fotos von der wunderschönen Brücke, über die wir morgen auf die Isle of Skye fahren werden. Vorfreude.

Im Städtchen ein Eis. Schottisches Karamelleis. Sehr lecker. Dann entscheiden wir uns gegen Essen gehen und schnell ab in den Coop und für den Abend eingekauft.

 

Wieder Lagerfeuer entfachen und den Grill anwerfen. Fotos von den Spiegelungen auf unserem Loch machen,  bevor die Flut kommt und das Wasser unruhiger wird.

Jetzt sitze ich hier und genieße die letzten brennenden Holzscheite, blicke über unseren Loch, die Schafe um uns herum mähen ( sie haben übrigens alles 2 kurze und 2 lange Beine) und schreibe diesen Blockbeitrag, den ich hoffentlich demnächst einmal über Wlan abschicken kann.

Übrigens hat es heute ungefähr 15 Tropfen geregnet, war zwischendurch etwas schwül, dann wieder frisch. Jetzt ist es richtig kühl.

Morgen geht es dann auf die Insel in unsere Unterkunft ohne Strom.

Schottland 4. Tag, 11.5.17

Schottland, Tag 4 , 11. 5.17

Gut ausgeschlafen erwachen wir in unserer Yurte, die Hähne krähen hinter uns und es ist eisig kalt. Schnell den Ofen angeheizt und nochmal in den Schlafsack gekrochen. Herrlich.
Nach der morgendlichen Gassirunde kann Klaus noch eine kleine Joggingrunde mit den Großen einlegen. Inzwischen habe ich schon alles aufgeräumt und in der Gemeinschaftsküche unser Frühstück vorbereitet
Ach, die Sprache verstehe ich ja gut. Zwei deutsche junge Frauen bereiten sich auf ihren neuen Wandertag vor. Sie wandern insgesamt 154 km auf dem West Highland Way. Ungefähr die Hälfte haben sie sich schon erwandert. Nett sich in der Muttersprache zu unterhalten. Die beiden Frauen waren höchst beeindruckt von unserer guten Ausstattung. Ich sag nur elektrischer Milchaufschäumer.
Auf dem Gelände ist ein reges Treiben, alles macht sich fertig für den neuen Wandertag. Eine eigenartige Atmosphäre, aber nett.
Auch wir machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Etappenziel. Dornie, südlich der Insel Skye.
Was für eine traumhafte Landschaft bei absolut traumhaften Wetter. Wir sind schier überwältigt, wie schön die Highlands sind.
In Fort William angekommen beschließen wir, von unserer Route abzuweichen und einen Schlenker nach Glenfinnan zu machen. ICH möchte das Glenfinnan Viaduct sehen, auf dem Harry Potter mit dem Zug gefahren ist.
Wir finden tatsächlich einen Parkplatz für 2 Pfund und können mit den Jungs eine nette Strecke zu Fuß zum Viaduct gehen. Fototermin: die Jungs, die Jungs mit Herrchen und die Jungs mit Frauchen.
Wieder total nette junge Leute getroffen. Amerikaner, Iren, Engländer, gemeinsam unterwegs. Hier auf dem Parkplatz auch das erste Ehepaar getroffen, die unseren Scottish Terrier angelächelt haben.
Die 25 km wieder zurück nach Fort William und unsere alte Strecke wieder aufgenommen.
Gar nicht mehr weit bis zum Ziel. Plötzlich kommt uns Polizei entgegen, völlig aus dem Nichts und winkt uns raus. Huch, haben wir was falsch gemacht??? Nein, alle anderen werden auch rausgewunken, hinter uns steht alles Kraut und Rüben durcheinandergequetscht. Es kommen noch zwei Polizeiautos. Na das ist ja spannend hier. Und, da kommt schon die Auflösung. Schwertransporte, die Flügel einer Windkraftanlage schweben über unser Autodach hinweg, weil die Straße hier einen Knick macht. Nachdem die 3 Dicken vorbei sind, können wir ungeschoren unsere letzten Meilen fahren.
Nur einen Supermarkt gibt es weit und breit nicht mehr. Na, wird sich da heute noch etwas finden?
Unseren Wigwam finden wir auf Anhieb. Hier stehen direkt am Loch gut eingezäunt in einer übersichtlichen und aufgeräumten Anlage nur 2 Wigwams. Wir öffnen das Tor und sehen schon gleich, ein Wigwam ist bewohnt, na dann kann das Andere ja nur für uns sein. Schlüssel steckt. Ein kleines Paradies erwartet uns. Ein Wigwam mit Vollausstattung. Kleiner Küche mit Kochplatten, alles an Geschirr und Töpfen was man benötigen könnte, sogar Weingläser.
Eine eigene Dusche mit Toilette! Und der volle Blick auf die Berge und das Wasser!!!
Hier dürfen wir 2 Nächte bleiben, wie schön.
Das Dorf besteht aus einem Dutzend Häusern, einem Minikaufladen mit Post und einem kleinen Hotel.
In dem Kaufmannsladen erwartet uns unsere Vermieterin, die wir auch nach der größeren Einkaufsmöglichkeit fragen können. Also noch einmal 8 Meilen gefahren und uns für den Abend versorgt.
Dann ein Lagerfeuer entfacht, unser Essen gegrillt und die untergehende Sonne genossen. Kein Internet, bedingt Handy. Ruhe breitet sich aus.
Morgen werden wir die Attraktion des Dorfes besichtigen.
Übrigens haben wir hier einen Fernseher mit DVD Player und im Gepäck einen schönen Barnaby……..

Schottland 3. Tag 10.5.2017

Ach ja, ungefähr 16 Stunden kein Telefon und kein Internet. War auch mal schön. Vor allen Dingen ruhig.

Nach einem kleinen Frühstück in unserem Winzhäuschen, haben wir uns mit den Jungs auf den Weg nach Stirling Castle gemacht. Es war etwas bedeckt, das kam uns entgegen, denn die Jungs durften ja nicht mit rein ins Schloß, mußten im Auto Wache halten.

Und siehe da: ein kostenfreier Parkplatz direkt unter dem Schloß und einer war tatächlich noch für uns frei. Geht doch.

Stirling Castle ist ein Besuch wert, wir haben uns dort angenehm die Zeit vertrieben und auf den Spuren Mary Stuarts gewandelt.

Herrliche Ausblicke vom Schloßgelände u.a. auf das Wallace Monument (Braveheart). Stirling gilt ja als Tor zum Hochland. Und für uns auch noch kurzfristig zum Tor des ungehemmten Einkaufens. Sainsbury’s erfüllte uns alle Wünsche und wir nutzten jede noch so kleine  freie Fläche im Auto, um unsere Schätze mit in die Highlands zu nehmen.

Auf dem Weg dahin konnten wir Rast an unserem ersten Loch machen und die Jungs konnten sich frei bewegen.

Am Nachmittag erreichten wir dann Strathfillan Wigwams in Crianlarich. Hier wartete unsere Yurte auf uns. Herrlich.

Schnell haben wir unsere Schlafsäcke und unser notwendiges Zubehör geschnappt und uns eingerichtet. Dann mit den Jungs durch die Schafweiden einen ausgiebigen Spaziergang gemacht. Ich bin hier im Blackface Schäfchenhimmel. 1.400 Schafe hat der Farmer hier auf seinen saftigen Wiesen stehen.

Zwischen West Highland Way, Bahnstrecke und Autobahn und den bis zu 1.174 m hohen Bergen und dem neuen, alarmauslösenden Ofen dürfen wir unsere Nacht in unserer Yurte mit den Hunden verbringen

P.S. Und das mit den Bildern bekomme ich immer noch nicht hin

 

 

Schottland 2. Tag 9.5.2017

Wir haben den Aufenthalt im Hilly Cow Wigwam sehr genossen. Es war alles passend, sehr nette Leute dort.

Einigermaßen ausgeschlafen, haben wir uns mit den Jungs auf den Weg nach Edinburgh gemacht. Um den leidigen Parkplatzproblemen aus dem Weg zu gehen, wollten wir park and ride in Anspruch nehmen. Das klappte dann mal nicht, weil unser Auto mit Dachkoffer zu hoch war. Okay, dann fahren wir wieder zu dem Parkplatz von gestern Abend. Ein paar Münzen haben wir ja noch.

Freier Parkplatz, toll. Sollte es heute mal alles auf Anhieb klappen? Nee, so einfach dann ja doch nicht. Der Parkautomat gab mir nur 1 1/2 Stunden. Das reicht aber nicht für eine Stadtrundfahrt. Ein netter junger Schotte (Banker, Student??) wurde von uns angesprochen, ob er wohl bitte mit unserem Handy bei dem angegebenen Parkservice anruft und mit unserer Kreditkarte die Parkgebühren bezahlt? Was soll ich sagen? Er war soooo nett und geduldig und hat es für uns erledigt.

Nun endlich los zur Stadtrundfahrt mit den 3 Jungs. Alles klappte super, die Hunde wurden ständig gestreichelt und bewundert, so, dass wir sie immer wieder neu sortieren mußten. Stadtrundfahrt war sehr interessant und hat Spaß gemacht. Am Grassmarket sind wir dann ausgestiegen und haben uns bei allerbestem Wetter gestärkt. Zum Abschluß noch ein Eis. Was geht es uns gut!

Also ab ins Auto. Bye, bye Edinburgh. Eine sehr schöne Stadt, in der man viel Zeit verbringen könnte.

Unser nächstes Ziel: Shirgarton Bothy in Kippen. Unsere einzige Übernachtung in einem Steinhaus in diesen 2 Wochen. Eine wunderschöne Anfahrt, schwierig zu finden das Haus. Telefonat mit dem Seniorbesitzer gestaltete sich auch nicht so leicht, da dieser ein astreines schottisch sprach. Hat dann doch geklappt und ein niedliches 2 Zimmer Haus mit Dusche wartete auf uns. Bett im Spitzboden. Sehr witzig.

Wir machten natürlich erst mal wieder die Hunde-Versorgungsrunde. Gepflegter Gassigang in schöner Umgebung, rein ins Dorf und bei dem äußerst winzigen Kaufmannsladen abgelaufenen Käse gekauft, aber frisches Brot, so dass Abendbrot und Frühstück gesichert waren.

Den Abend in der Abendsonne vor dem Häuschen ausklingen lassen und dann bald ins Bett. Hundemüde.

Schottland 1. Tag 8.5.17

Endlich festen Boden unter den Füßen.

Raus aus Newcastle Richtung Schottland.  Das übrig gebliebene Sandwich von gestern schnell verdrückt.

Gerne würden wir einen Zwischenstop in Alnwick Castle machen. Harry Potter soll hier mehrfach agiert haben.

Durch eine wunderschöne Landschaft in Northumberland führt uns der Weg. Wobei!  Die fahren alle auf der falschen Seite😂.

Beim Schloß angekommen, was wirklich einen mächtigen Eindruck macht, werden erstmal die Jungs richtig versorgt.

Danach hatten wir zwar einen Parkplatz aber keine passende Parkscheibe. Dieses Ding konnte man an einem Automaten für 1 englisches Pfund erwerben.

Aber wer hat bitteschön eine Münze mit einem Pfund? Also mit den Jungs zur Touristinfo.  Keine Scheibe für Euros. Auf zur nächsten Bank. Geld aus dem Automaten. Wir hatten immer noch keine Münze! Aber viel Zeit vertan.

Wir kommen vielleicht noch einmal auf der Rückfahrt vorbei.

Endlich Schottland.

Als Erstes unseren Wigwam aufsuchen bei den Hilly Cows in Kirknewton.

Quartier gemacht, Hunde versorgt . Die Jungs bleiben im Wigwam und können sich ausschlafen, während wir nach Edinburgh einfahren. Immer Richtung Castle. Castle gefunden, Parkplatz gefunden – keine schottischen Münzen.

Nein nicht schon wieder. In das nächste Lokal und dort konnte uns geholfen werden.

Also ab rauf zum Schloß. 10 Minuten zu spät.

Nur noch von außen können wir es genießen.

Morgen kommen wir wieder und machen eine Sightseeing Tour mit dem Bus. Und mal sehen, vielleicht gehen wir dann noch rein . Im Übrigen bin ich hier im Scottish Terrier und Schäfchen Himmel.

Jetzt hatten wir nur noch Hunger. Gab ja heute eigentlich außer Obst nichts mehr. Nächste Station = Supermarkt.

Wir haben genüßlich mit den Jungs bei herrlichstem Sonnenschein und Affenkälte auf der Terrasse unser Abendbrot genossen.

Jetzt kehrt Ruhe ein.

Anreise Schottland 7.5.2017

Leider kann ich nur kurz berichten, da ich hier nicht ins WLAN komme.

Unsere Anreise verlief programmgemäß und reibungslos.

Rechtzeitig haben wir Amsterdam Ijmuiden erreicht, um mit den 3 Jungs noch eine ordentliche Gassi- und Verdauungsrunde zu machen. Denn schließlich wollen wir ja auf die Fähre.

Es hat gut geklappt und wir konnten beruhigt zum Einchecken fahren.

Dies passierte als Fußgänger mit den Jungs zusammen. Alles gut.

Kurz darauf konnten wir auf die Fähre fahren. Ein super Platz,  quasi direkt neben unserer Kabine. Eine Spezialkabine für Hundebesitzer.

Die Jungs mit uns in einer Kabine! Klasse. Ich wurde ungefähr 10 x geküßt in der Nacht.  PELLE war’s.

Frauchen und Herrchen haben sich dann erstmal an dem ausschweifenden Buffett gestärkt.

Danach haben wir zum 2 . Mal die „Hundetoilette“ aufgesucht. 1 Stock höher.

Die Jungs haben eine Miniportion zu fressen bekommen, damit es nicht am Morgen zu früh drückt.

Wir Menschen waren sehr satt, sehr kaputt und sehr müde. Bald schliefen wir alle. Der Spaß dauerte nicht lang.

Was war das? Fahren wir Achterbahn?

Nein Seegang von der allerfeinsten Sorte.

Bis zum Morgen haben wir uns wacker gehalten. Aber Frühstücken mochten wir doch nicht gehen. Lasse kaute auch etwas durch, aber er hat es auch gepackt.

Froh waren wir dann, als wir in den Hafen von Newcastle einbiegen und das Bötchen ganz ruhig liegt.