9. Tag, 8. Mai 2026 Viadukt von Fermanville
Gestern Abend haben wir dann lecker gegessen. Ein köstliches Dreigang Menu.





Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Es ist ja Feiertag. Tag des Sieges 1945.
Da überall Feierlichkeiten sind, hatte ich keine Lust mich dazwischen zu mischen . Als Deutsche fühle ich mich da nicht wohl.
Da wollten wir nur ein bißchen in die Natur gehen.
Gegen Mittag sind wir dann gestartet. Eine Wanderung zum Viadukt von Fermanville.
Der/das Viadukt umfaßt 20 Bögen, ist 242,4 m lang, 5 m breit und 32m hoch. Er wurde 1911 in Betrieb genommen für die Zuglinie Cherbourg – Barfleur.
4 Bögen wurden am 21.6.44 von der Deutschen Wehrmacht gesprengt, 1947 wieder aufgebaut. 1950 wurde der Zugverkehr ganz eingestellt.
Der Weg führte uns erst eine schmale Asphaltstraße immer bergauf. Nach ca. 1 km hatten wir ihn erreicht. So schön hier. Ein paar wenige Häuser mit riesigen Grundstücken liegen an unserer Strecke.






Dann eine leichte Verunsicherung, wie kommen wir da jetzt rauf. Erst sind wir etwas zu weit gegangen, war aber sehr schön und die Fellkinder konnten Füße kühlen und etwas aus dem fließenden Bach trinken.




Wieder ein Stück zurück. Ah, da können wir raufgehen. Nicht so einfach, geht aber
.



Dann sind wir oben über den Viadukt gegangen, leider hat man da wirklich keine gute Sicht. Ein Zaun ist gespannt, wegen evtl. Selbstmörder.

Von nun an wurde es richtig abenteuerlich. Wir wußten nämlich nicht, wie wir wieder zurückfinden. Gleiche Strecke wäre ja einfach und schnell gewesen. Also machen wir uns auf den Weg. Nach mehrfachem Nachfragen bei französischen Wanderern, hofften wir den richtigen Weg zu finden.
Und ja, wir hatten ihn. Das dicke Ende kommt zum Schluß. Total hohe Stufen zum Friedhof runter, dahinter ist nämlich der Parkplatz mit unserem Auto
Das war für Pelle und somit auch für das Herrchen ein schwieriger Abstieg. Von mir will ich mal gar nicht reden. Wäre ich gestürzt, wäre ich gleich auf dem Friedhof gelandet😂😵💫.

Auf dem Friedhof angekommen, gleich ein Grab mit englischen Flaggen und einem frischen Blumengesteck. Ein Grabstein für drei englische Soldaten. 22, 20 und 20 Jahre alt. Das macht traurig. So junge Menschen.
Ich bin froh, dass wir uns heute zurückgehalten haben mit unserer Sightseeingtour.

Zuhause angekommen, sind wir richtig schön kaputt und genießen unsere Terrasse und unser kleines Stück Garten.



Wir wünschen einen schönen Abend und später eine gute Nacht